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Placebo: Loud Like Love

Die einen lieben, die anderen hassen sie... Und genau das ist eine der größten Stärken von Placebo. Seit Mitte der 90er gehört die Londoner Formation um Frontmann Brian Molko zu denjenigen Acts, welche durch Polarisierung ebenso wie durch Authentität auffielen und sich als Ausnahmeformation etablieren konnten.
Ein entscheidender Faktor hierbei ist sicherlich Molko selbst. Wer hat sich bei seiner ersten Begegnung mit Placebo nicht gefragt: "Ist das eine Frau oder ein Mann am Mikrophon?" Brians einzigartige Stimme mit dem dezenten Hauch "Reibeisen" ist unverkennbar und einzigartig. Aber eine Stimme alleine würde noch keinen weltweiten Erfolg rechtfertigen. Getragen werden die Vocals von perfekten, eingängigen Melodien, die fast immer eine Nuance Melancholie in sich bergen und sich durch ihre Eingängigkeit und Genialität in den Gehirnwindungen festsetzen. Hits wie Every You, Every Me, The Bitter End oder Without You I'm Nothing sind zeitlos und sprechen eine eindeutige Sprache.

Dennoch könnte man meinen, dass sich gerade so ein markanter Sound wie der von Placebo schnell abnutzt - Nicht wenige Kollegen machen dies immer wieder vor: Wirklich brillante Ideen bleiben aus, es wird auf Teufel komm raus experimentiert und die Fans bleiben gewissermaßen auf der Strecke.
Nicht so bei Brian Molko und seinen Mitstreitern. Diese bringen nun ihr mittlerweile siebtes Studioalbum namens Loud Like Love auf den Markt, und soviel sei schon an dieser Stelle verraten: Enttäuschungen bleiben hier aus!

Loud Like Love umfasst zehn Songs, von denen jeder einzelne das Potenzial birgt, für sich als Hit durchzustarten. Das Spiel beginnt schon mit dem eröffnenden Titelsong Loud Like Love, der so voller Energie und Spannung ist, dass man sich sofort in den Placebo-Bann ziehen lässt. Und dieser hört bis zum abschließenden, bittersüßen Bosco nicht mehr auf! Jede einzelne der Perlen hat ihren eigenen Reiz, so kommt bei der Eröffnungszeile von Too Many Friends ("My computer thinks I'm gay, I threw that piece of junk away...") ein leichtes Schmunzeln auf, wobei der Song, wie es scheint, den unreflektierten Umgang mit dem Internet thematisiert. Auch Rob The Bank beschäftigt sich mit einem aktuellen Thema - Welches, das darf der geneigte Leser sich hier selbst zusammenreimen. Jeder Track hat seine eigene Geschichte und Stimmung, die mal sanft und nachdenklich, dann wieder voller Power vorgetragen wird.

Dazu kommt eine fantastische Produktion, die ihresgleichen sucht. Wie oft hört man Alben, die zwar gut sind, aber deren Abmischung nicht so recht zur Musik passen mag? Nicht so bei Loud Like Love, hier stimmt jede Facette des Sounds. In Zeiten, wo gerne an der Qualität gespart wird, um quantitativ mehr Umsatz zu machen, ist dies echt eine Wohltat für die geplagten Ohren eines jeden Musikliebhabers.

Bleibt festzuhalten, dass Placebo nicht nur ihre Stärke erneut unter Beweis gestellt, sondern mit Loud Like Love ihr bis dato wohl bestes und ausgereiftetes Album geschaffen haben. Besser gehts kaum!

Trackliste
01. Loud Like Love
02. Scene Of The Crime
03. Too Many Friends
04. Hold On To Me
05. Rob The Bank
06. A Million Little Pieces
07. Exit Wounds
08. Purify
09. Begin The End
10. Bosco

Veröffentlichung: 13.09.2012
Stil: Alternative Rock
Label: Vertigo Berlin (Universal)
Website: www.placeboworld.co.uk
MySpace: www.myspace.com/placebo
Facebook: www.facebook.com/officialplacebo

Cover

11.09.2013 by Otti

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