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MINISTRY: From Beer To Eternity

Schon im Vorfeld konnte man einiges von Bandleader Al Jourgensen zum neuen Album “From Beer To Eternity“ von MINISTRY hören. So versprach er, dass dieses Album das wohl kreativste und experimentierfreudigste Album in der Geschichte von MINISTRY werden würde. In der Tat es ist wirklich ein spannendes Album geworden, aber mehr dazu jetzt.

Mit experimentierfreudigen Klängen von „Hail To The Majesty (Peasants)“ startet das Album. Eher etwas gewöhnungsbedürftig, aber nach mehrmaligem Anhören entpuppt sich der Songs als industriallastiger Trancesong, sehr interessant. Wesentlich metallastisger ist “Punch In The Face“ ausgefallen. Mit aller Wucht dringt er aus den Boxen und die Samples sind sehr geschickt positioniert worden. Bei “Perma War“ scheppert es richtig im Karton. Ein knallharter Song, der einen richtig wachrüttelt. Das darauffolgende "Fairly Unbalanced" wartet mit mörderischen Riffs auf und ist somit eigentlich ein typischer MINISTRY-Song, der im Midtempobereich angesiedelt ist.

Sehr verschachtelt ist der mit einer Menge Samples unterlegte Song “The Horror“. Er avanciert zu einem der komplizierteren Songs auf dem Album. Bei "Side FX Include Mikey's Middle Finger (T.V.4)" handelt es sich um einen brutalen Song wie er nur aus der Feder von einem Al Jourgensen stammen kann. Der ist ein wahres Sample-Monster und an manchen Stellen schon etwas übertrieben, aber so ist MINISTRY halt. Ganz irre wird es bei "Lesson Unlearned", denn dieses Stück wartet mit einer Frauenstimme auf, die richtig soulgetränkt ist. Sehr gewöhnungsbedürftig. Recht entspannt klingt dagegen das 8-minütige "Thanx But No Thanx", aber dieser Song sticht durch seine Lyrics hervor, denn Al Jourgensen kritisiert ganz mächtig die Vereinigten Staaten, aber das sind wir ja von ihm gewohnt. Orientalisch wird es bei "Change Of Luck" und man kann den leider viel zu früh verstorbenen Gitarristen Mike Scaccia in seiner ganzen Pracht spielen hören. Mit “Enjoy The Quiet” endet das Album, obwohl der Titel nicht so ganz hinhaut, den er ist schon mächtig lärmend, eben MINISTRY

Al Jourgensen hatte ja ein experimentierfreudiges und vielschichtiges Album versprochen und genau das ist es geworden. Die Alben von MINISTRY sind ja alle sehr schwer verdauliche Kost, aber man muss “From Beer To Eternity“ halt Zeit geben und dann entfaltet sich uns die Welt eines Al Jourgensen. Aber genau so muss Industrial Metal klingen, roh, mechanisch und sehr intensiv, das sind eben die Zutaten.
Stellt sich nun aber die Frage, was wird aus MINISTRY ohne einen Mike Scaccia? Leicht werden sie es nicht haben, denn Mike Scaccia prägte sehr den Sound und somit ist für mich "From Beer To Eternity" nicht nur das experimentierfreudigste Album sondern auch das traurigste und emotionalste Album geworden. Man braucht einige Durchgänge um die Vielfalt zu erahnen, aber das kennen die Fans von MINISTRY ja schon zur Genüge.

Tracklist:
1. Hail To His Majesty (Peasants)
2. Punch In The Face
3. Perma War
4. Fairly Unbalanced
5. The Horror
6. Side Fx Include Mikey s Middle Finger [TV 4]
7. Lesson Unlearned
8. Thanx But No Thanx
9. Change of Luck
10. Enjoy The Quiet

Veröffentlichung: 06.09.2013
Stil: Industrial Metal
Label: AFM Records
Website: www.thirteenthplanet.com
Facebook: www.facebook.com/Ministry
Wertung: 7 von 10 Punkte

Cover

09.09.2013 by Gisela

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