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Interview (Musik)Blättern: Vorheriger Artikel | Nächster Artikel

Faun: Deutsch ist nicht immer Rammstein

Wenn man sich mit Vollblutmusikern zusammensetzt, dann kann man davon ausgehen, dass es ein Interview voller Spannung, Spiel und Schokolade wird, auch wenn letztes etwas zu kurz kam :) Ich habe Oliver sa Tyr und Rüdiger Maul von Faun auf dem "Burgfolk 2013" getroffen und hab mit den Jungs über Gegenwart und Zukunft geplaudert und dabei ist doch ein sehr witziges aber auch informatives Gespräch bei rausgekommen!


Nadine, Oliver und Rüdiger

Nadine:
So, erstmal wie geht's?

Oliver:
Das hat du da echt als Frage stehen? Nein! (lacht)

Nadine:
Ja, meine Vorlagen basieren eben immer auf E-Mail-Interview und da ist das schöner, so zu starten. Also, wie geht es euch?

Rüdiger:
Ja, gut, danke!

Oliver:
(lacht immer noch) Gut!

Nadine:
Die nächste Frage habt ihr sicher schon ganz oft gehört, ich stelle sie aber trotzdem. Ihr seid ja jetzt bei Universal untergekommen...

Rüdiger:
Sind wie bei Universal?(grinst)

Nadine:
Ja, ihr seid bei Universal. Wie kam es dazu?

Oliver:
Das Schöne ist, dass Universal auf uns zukam, wobei das ja so gar nicht stimmt, das ist ein Teilzweig von Universal, der Electrola heißt. Die haben gesehen, dass das Thema "Mittelalter", "Fantasy", "Herr der Ringe", "Harry Potter", alles Mögliche, zieht immer mehr Leute an. "Game Of Thrones", was auch imemr, die haben gemeint, das ist im Kommen und haben gedacht "Oh, da wollen wir auch was machen". Und dann bin ich serh stolz auf die Jungs, dass sie die Entscheidung getroffen haben...Wir suchen uns ein paar Musiker zusammen, nennen das irgendwie, was weiß ich, "Die Wikinger" oder "Die fröhlichen Spielleute" und haben dann die totale Macht drüber. Das haben sie aber nicht gemacht, sie haben gesagt, sie wollen eine Bad haben, die authentisch ist, die in der Szene ist, die Fans mitbringt und die weiß, was sie da tut. Und haben dann einen riesen Stapel CDs gekauft, haben die dann auch alle durchgehört haben alles durchgeschaut und sind bei uns hängen geblieben...was uns schon so ein bisschen stolz macht. Und dann gab's lange Gespräche, sie haben uns auch zwei Mal besucht bei Festivals und es hat sich gut angefühlt und dann sind wir einfach mal ins kalte Wasser gesprungen.

Nadine:
Und das fühlt sich gut an?

Oliver:
Es gibt natürlich immer Sachen, die man verbessern muss, grade wenn man vorher alles alleine gemacht hat und jetzt mit ganz neuen Team arbeiten muss aber das Grundgerüst fühlt sich super an, Wir sind ganz zufrieden mit den Jungs bei Electrola und auch mit den Produzenten-Teams gibt's ganz tolle Kooperationen. Und jetzt werden wir das, was noch nicht so gut geklappt hat noch ein bisschen glatt bügeln auf der CD aber an sich ist es okay.

Nadine:
Was meinst du denn, was man noch glatt bügeln müsste und was man noch besser machen könnte? Also aus eurer eigenen Sicht.

Oliver:
Also jetzt für uns war es ungewöhnlich, mit einem Produzenten zusammen zu arbeiten, weil wir haben bisher unsere CDs immer selber produziert und... (Blick zum Anderen Faun-Interview gegenüber)

Rüdiger:
Shhh! (grinst)

Oliver:
...an manchen Stellen haben wir wirklich toll was geleistet aber...wir haben wirklich versucht unseren Sound zu finden zusammen mit dem Produzenten-Team und manches ist dabei nicht optimal geworden und da stehen wir auch offen dahinter. Ein paar Songs auf der letzten CD hätten wir gerne etwas anders gehabt. Aber dadurch haben wir jetzt auch gesehen, wo die Haken sind und wo es funktioniert und so werden wir auch weitermachen.

Nadine:
Gab es denn auch sehr viele negative Resonanzen darauf, dass ihr jetzt bei einem großen Label seid?

Rüdiger:
Ja. Hast du das nicht gelesen? So als Vorbereitung zu dem Interview?(lacht)

Nadine:
Doch, klar, ich hab viel gelesen aber ich frag mich halt, wie viel ihr wirklich davon abbekomme habt.

Rüdiger:
Unglaublich viel. Also es gab unglaublich viel Resonanz und da war dann auch sehr viel Negatives mit dabei aber nicht nur.

Nadine:
Überwiegend negativ?

Rüdiger:
Nein, nicht überwiegend aber mehr als wir es gewohnt waren.

Nadine:
Und was ist eure Antwort darauf? "Wir ziehen's trotzdem durch!"?

Oliver:
Unsere Antwort ist ehrlich, wir sagen "Na gut, es gab Kompromisse", manche Dinge haben eben gar nicht so geklappt aber wir haben immer was gewagt. Das heißt nicht, dass wir anders geworden sind, das heißt nicht, dass wir uns verändert hätten und das haben die Leute auf den Konzerten gesehen. Wir sind wie immer Musiker, die hauptsächlich Musik machen, die Konzerte sind alles andere als Plastik oder kommerzielle Popshows (grinst). Es gibt natürlich musikalische Entwicklungen bei uns, wir haben hat gesagt, wir wollen deutsche Nummern machen, die nicht mehr so überladen sind, also keine Siiben-Minuten-Nummern, mit dem langen Solo wo es dann plötzlich arabisch wird, sondern eben kurze prägnante deutsche Songs. Und das haben wir gemacht und da haben uns natürlich viele kritisiert aber es hat auch einfach vielen Leuten richtig richtig gut gefallen. Für die meisten ist es leichter in so einem anonymen Medium wie dem Internet etwas Nagtives rauszulassen, die meisten Leute gehen gar nicht auf facebook, oder schreiben in ein Forum rein. Und denen hat es auf jeden Fall gut gefallen.

Nadine:
A propos deutsche Songs, wieso denn dieses Mal keine anderen Sprachen, denn auf den letzten Alben durfte man ja auch Sprachen wie Spanisch, Altisländisch, Latein, Ungarisch, Finnisch, Türkisch bewundern...

Oliver:
Das ist ein Teil unseres Konzeptes. Jede Platte hat ein eigenes Konzept und das Konzept bei Eden war einfach das Paradies aus verschiedenen Blickwinkeln, aus kulturellen Blickwinkeln, da war dann auch zum Beispiel die türkische Sicht, die orientalische Sicht dabei...aus der keltischen Sicht und daher kamen eben auch die Sprachen. Jetzt war das Konzept einfach "Deutschsprachige Balladen" zum Thema, so ein bisschen, "Anderswelt", von den Elben zu singen. Das Konzept war deutsch und das war immer eine Stärke von uns und wir haben daraus eine homogene Platte gemacht.

Nadine:
Da fällt mir gerade ein, was ist denn euer liebstes Fabelwesen? Sind das schon die Elben oder eher etwas Abgedrehtes?

Rüdiger:
Da hat ja jeder sein eigenes Fabelwesen...

Nadine:
Klar, ich mein jetzt bei euch beiden, was würdet ihr da sagen?

Rüdiger:
Bei dir ist es der Pan, wahrscheinlich...

Oliver:
Das hab ich wirklich sehr sehr gern als Fabelwesen aber ich hab auch viel für Vögel übrig.

Rüdiger:
Ich bin Sternzeichen Schütze, also ist es bei mir der Zentaure.

Nadine:
Auf eurem neuen Album hattet ihr ja mehrere Kooperationen mit den Jungs von Santiano und Subway To Sally. Erzählt mal darüber!

Oliver:
Subway To Sally kannten wir natürlich schon lange aus der Szene und es war relativ naheliegend auch, als wir beschlossen hatten, es soll ein deutschsprachiges Album werden und das musste auch alles sehr schnell gehen. Da hat die Plattenfirma dann gefragt "Gibt es denn einen Song, den ihr gerne im Duett spielen würdet?" und da kam einstimmig aus der Band die Minne von Subway To Sally, das ist einfach ein toller Song und da wir uns eh schon kannten, war das relativ naheliegend mal anzurufen und zu fragen "Hey Jungs, habt ihr Bock?" und zum Glück haben sie "Ja" gesagt. Und mit Santiano haben wir ja dieses Trinklied, das auch relativ großen Anklang gefunden hat bei der Plattenfirma und wir haben gesagt, dass ist mal wieder eine witzige Facette von uns, die wir noch nie gemacht haben. Der Song hat seine Stärken, durchaus, trotzdem haben wir gesagt, das sind nicht richtig wir. Grad Stephan und ich, die männlichen Stimmen, können so etwas nicht singen, das kommt irgendwie...das darf nicht verstellt rüberkommen, das ist albern. Da wir aber in dem Studio gearbeitet haben, wo der Björn Both die ganze Zeit auch rumhängt, das ist das Santiano-Heimstudio, war das auch naheliegend, dass wir sagen "Hast du Bock?" und er hat sofort "Ja" gesagt und ich finde er hat das auch super gemacht.

Nadine:
In dem Booklet zu Von den Elben steht zu diesem Song mit Björn (Tanz mit mir), dass nur die Plattenfirma unbedingt wollte, dass ihr ein Sauflied macht. Das ist aber nicht ganz wahr, oder?

Oliver:
Es war schon ein bisschen so. Es hieß, es ist eine Facette des Mittelalters, die wir gerne mit reinnehmen möchten. Und wir selber haben gesagt, es ist keine Facette, die wir besonders bedienen, das heißt nicht, dass wir nicht gerne Wein trinken aber wir sagen, das ist oft ein bisschen zu platt für uns. Also ich griff dann andere Textkonzepte auf, die dann viel mehrschichtiger sind und geht dann Richtung Totentänze, oder was auch immer, aber wir sollten dann wirklich ein fröhliches Trinklied machen. Und da haben wir uns am Anfang gefragt "Wie kriegen wir das hin?" aber zum Glück war die Idee halt da mit Björn von Santiano und an der Stelle wirds dann rund. Also die Sache ist doof, wenn die von außen aufgestülpt wird, dann hat man irgendwie das Gefühl, es passt nicht. Das ist dann nicht authentisch und nicht natürlich. Und mir Björn wurd das sofort ganz natürlich.

Nadine:
Da ist es ja wirklich schön, wenn man solche Leute zur Unterstützung da hat.

Oliver:
Björn ist super, ein witziger Kerl.

Nadine:
Das heißt, es könnte sein, dass ihr euch auch noch mehr mit den Jungs von Santiano vorstellen könntet?

Oliver:
Mit Sicherheit! Man weiß nie was passiert in der Szene, manchmal siehst du jemanden, mit dem du dich super verstehst und dann siehst du den drei Jahre lang nicht mehr, das ist echt schwierig vorher zu sehen aber das ist nicht ausgeschlossen, denn die Jungs sind supernett und tolle Musiker.

Nadine:
Gibt es denn noch andere Leute, mit denen es naheliegend wäre zusammen zu arbeiten oder mit denen ihr gerne mal was zusammen machen würdet?

Rüdiger:
Ja, da hat auch jeder wieder verschiedene Leute, man muss einfach schauen, wie es mit der Zusammenarbeit aussieht, ob man da zusammenkommen kann. Wie die Fäden zusammenlaufen. Das sind verschiedene Studios, da geht jeder ein und aus. Wir hätten da auch gerne Leute aus den USA und die mal eben einfliegen zu lassen ist dann auch nicht so leicht. Der größte Wunsch...das ist schwierig, Vielleicht paar persische Trommler vielleicht (grinst) Also was mich betrifft

Oliver:
(lacht) Ich hatte es befürchtet.

Nadine:
Das ist auf jeden Fall mal abwechslungsreich.

Rüdiger:
Aber was den Gesang angeht, da hab ich momentan eigentlich keine Wünsche

Oliver:
Mit Katja, das ist super!
(Katja läuft gerade durch den Raum)
(ruft) Wir haben dich gerade gelobt! (lacht) Wir haben dich gerade sehr gelobt hier, jetzt kommst du aber ein wenig zu spät.

Rüdiger:
Wenn ich jetzt hier überlegen müsste..schweißgebadet...nö, gesanglich ist alles super.

Oliver:
Witzig ist ja, das Epos ist entscheidend. Also es bringt nichts zu sagen, ich hab da jetzt einen Gastmusiker, den man dann irgendwie da reinpresst. Ich glaub, man schreibt einen Song und wenn man das Gefühl hat so "Hey, das wäre toll, wenn man mit dem und dem arbeiten könnte" dann holen wir uns die Leute ran. Oder aber man hat jemanden sowieso da, wie zum Beispiel Adam Hurst, dieser Cello-Spieler aus Amerika, dass man zusammen spielt, jetzt auf der Bühne das letzte Mal und das hat sich einfach toll angefühlt. Dann ist es natürlich naheliegend. Aber es ist nicht so, dass wir sagen, es muss unbedingt erzwungen werden.

Nadine:
Wo wir gerade bei Amerika sind, ihr wart ja dieses Jahr unglaublich viel unterwegs, darunter auch in Seattle in den USA. Wie war das so für euch?

Rüdiger:
Wir waren 2008 das erste Mal in Amerika und seitdem sind wir eigentlich jedes Jahr da. Ein Mal waren wir sogar zwei Mal da.

Nadine:
Wie unterscheiden sich Auftritte dort von Deutschland? Es gibt ja nirgendwo so eine große mittelalterliche Szene wie in Deutschland, wie sehr spürt man das in Amerika?

Rüdiger:
Da hat man mehr so die Fantasy-Szene. Da läuft dann auch mal Jesus Christus neben Gandalf (grinst)

Oliver:
Jesus am Kreuz?

Rüdiger:
Hast du den nicht gesehen, wie der da durchgelaufen ist? Hat das Kreuz so getragen...

Oliver:
(lacht) Wie geil, nein hab ich nicht gesehen!

Rüdiger:
Das war so ein Plastikkreuz, aber das war ziemlich cool! Und auch Avatar neben dem Schwarzen Ritter...

Oliver:
Das hab ich aber gesehen, so eine Frau so ganz in blau!

Rüdiger:
Ganz toll. Das ist da halt immer ein Fantasy-Fest, wo halt auch viel Mittelalter da ist, das überschneidet sich da alles. Das ist da nicht ganz so eng. Das ist ein bisschen so wie in Holland auf diesen Fantasy- Fairs.

Nadine:
Spielt ihr denn ganz bestimmte Songs in den USA, dass ihr sagt, wir spielen überwiegend mehrsprachige Song oder eben nur deutsche?

Oliver:
Wir haben ja jetzt live auch ein neues Konzept und da mischen wir ja sowieso mehrere Sprachen. Wir haben da zwei englische Songs und das Schöne ist, dass sie Amis sehr offen sind, was die deutsche Sprache angeht. Da kam dann auch mal dder Kommentar, was ich immer noch sehr schöne finde "Deutsch klingt ja nicht immer so wie " (grinst). Da kann man also noch ein bisschen den Bildungsauftrag erfüllen.

Nadine:
Vor Allem ist eure Musik und auch die Art des Gesangs ja wirklich genau das Gegenteil zu Rammstein!

Oliver:
Jeder denkt, deutsch muss klingen wie Rammstein, ganz tief und abgehackt, und wenn Faun hören, dann sagen die "Ach, das war deutsch, aha, schöne Sprache eigentlich" und es ist ja auch schön eigentlich! Und wenn man den Leuten auch noch den Inhalt erklärt, so von den deutschen Balladen, von der Loreley oder vom Wassermann dann ist das für die noch Mal eine größere Begeisterung. Das ist etwas, das haben die gar nicht so, diese ganze Historie, das man sagt "Hier, das Lied ist im Schloß entstanden", keine Ahnung, das Schloß am Rheinfelsen, dass über tausend Jahre alt ist, da fällt denen der Unterkiefer runter. Das ist aber auch echt schön, dass man die eigene Geschichte so ein bisschen aufwertet und dann kommt man wieder und ist umso interessierter davon und vor Allem kann man auch was mit rüberbringen.

Rüdiger:
Es wird auch immer schön mitgesungen. Von Anfang an war das.

Nadine:
Kannten die denn die Texte oder habt ihr die denen vorher beigebracht?

Rüdiger:
Die kennen die Texte, unsere CDs gibt's ja auch übers Internet zu kaufen, da kann mans ja downloaden.

Nadine:
Das heißt in den Staaten gibt es auch wirklich großes Interesse an euch.

Rüdiger:
Sehr großes Interesse, ja.

Nadine:
A propos Schlösser, wir befinden uns ja gerade auf dem "Burgfolk", das kennt ihr zwar schon, das letzte Mal habt ihr hier 2008 gespielt...

Oliver:
Ah super! Ich wusste vorhin nicht, wass wir das letzte Mal hier waren! 2008, das ist ja schon fünd Jahre her!

Nadine:
We fühlt ihr euch denn mal wieder hier zu sein, vor Allem, weil ihr ja dieses Mal auch Headliner spielt.

Oliver:
Ist ein supernettes Festival und wir freuen uns sehr wieder hier zu sein. Hier ist eine ganz familiäre Stimmung, toll organisiert, nettes Publikum. Und jetzt ganz ehrlich, ist stand gerade noch mit dem Veranstalter da und wir haben uns gefragt, wie es sein kann, dass wir so lange nicht mehr hier waren weil es ist einfach ein Spaß hier zu sein aber irgendwie war der Kalender halt so doof. Er hat gemeint, wir waren oft im Urlaub oder es hat irgendwie nicht gepasst, keine Ahnung.

Rüdiger:
Es überschneiden sich halt oft viele Sachen. Jetzt wollten wir aber mal endlich wieder, hatten ein Jahr Pause gemacht und wollten wieder dabei sein aber dann hatten wir schon andere Pläne.

Nadine:
Da ihr ja so viel unterwegs wart, könnt ihr sagen, was das Highlight dieses Jahr bisher für euch war?

Rüdiger:
Also für mich war ein Highlight schon Seattle.

Oliver:
Ja, das war wirklich sehr gut.

Rüdiger:
Aber durch den ganzen Rummel, auch mit der Plattenfirma, komm ich gerade auch nicht mehr ganz hinterher (lacht). Da ist dann das eine Konzert, da das nächste, dann kommt schon wieder die Platte raus, dann steigt man ins Flugzeug...Da sind noch zig Sachen in Planung, die dann klappen oder nicht klappen...Also wenn man das rein auf die Musik bezieht oder rein auf die Konzerte, dann war es für mich Seattle. In Seattle waren wir das erste Mal, zwar schön öfters in Amerika aber Settle ist ein ganz eigener Statt, tolles Publikum und das war schon toll. Man steigt in den Flieger und ist Headliner in den USA, wo mich eigentlich niemand kennt (grinst)

Nadine:
Wo du das gerade alles so erzählst, habt ihr denn noch sehr viel zu tun dieses Jahr?


Hier ist eine ganz familiäre Stimmung, toll organisiert, nettes Publikum

Rüdiger:
Es ist noch nicht vorbei, das Jahr. Tour...

Nadine:
Die ist ja noch bis November, oder?

Oliver:
Da ist dann noch die "Elben"-Tour, aber wir werden auch wieder ins Studio gehen und weiter an Songs arbeiten. Und in zwei Wochen ziehen wir uns zurück auf ein Rittergut, da sind wir dann die ganze Woche mit der Band und werden Lieder schreiben. Man muss schon busy bleiben, man muss sich selber auch einen kleinen Schubs geben, dann macht's eh Spaß. Also es ist nicht, dass die Arbeit Stress ist aber man darf halt nicht zur Ruhe kommen, man muss dafür sorgen, dass das Rad sich weiter dreht. Und nochmal wegen den schönsten Konzerten, das ist so unberechenbar. wir haben jetzt ein völlig krasses Wochenende hinter uns gehabt, vor zwei Wochen, da hatten wir zwei "Wacken", dann ein Hollandfestival und dann noch in Köln und dann bin ich noch auf ein anderes Festival mit meinem Nebenprojekt. Also ich hab in fünf Tagen, fünf Konzerte gespielt mit drei verschiedenen Programmen, wo man denkt "eigentlich ist man durch" und dann haben wir in Köln gespielt auf dem MPS, was wir eigentlich relativ viel spielen und das ist immer schön. Gerade in Köln ist es besonders schön. Man ist dann relativ müde, geht auf die Bühne und hat dann so ein schönes Konzert, wo alles gestimmt hat. Das ist so unberechenbar, manchmal denkt man sich "heute entspannter Gig, nicht so groß", dann passiert etwas, was total magisch ist und einen mitnimmt und das ist, glaube ich, das Schöne daran. Man kanns nicht berechnen, man weiß nicht, was passiert, aber man weiß, es kommen immer wieder solche Momente.

Rüdiger:
Das ist halt das Magische am Musik machen. Oder man ist gut vorbereitet, man hat extra nochmal geübt und dann denkt man sich "was war das?" (lacht)

Nadine:
Und wie gut vorbereitet seid ihr für heute? Ich mein, ihr seid ja in einem gewissen Auftrittstrott durch die letzten Wochen...

Oliver:
Die Show steht. Wir haben ja wirklich so viel gespielt und die Show ist super wasserfest und steht. Ich finde auch, wir haben momentan die stärkste Formation, die wir je hatten, von daher freuen wir uns einfach nur auf die Bühne zu gehen. Es gibt zwar immer noch so ein paar zweifel von Leuten, die dann sagen, die Platte war ein bisschen balldesker, ein bisschen pop-orientierter, aber mal schauen, wie das live ist. Und live ist es so ein Brett gerade, da kann man sich drauf freuen. Die Zweifler kriegen da eine ordentliche Kelle und werden überzeugt (grinst)

Nadine:
Dadurch, dass ihr so viel zu tu habt, wie sieht es da mit eurem Privatleben aus, ist das überhaupt existent?

Oliver:
Man muss auch mal Urlaub machen!

Rüdiger:
Es ist halt alles etwas anders, ich hab jezt gerade auch Urlaub gemacht, ich hab eine große Familie, das geht schon, ich bin halt da, wenn andere Papas nicht da sind. Das ist zwar schwierig mit den ganzen Grillfesten (lacht)...die werden dann immer auf mittwochs gelegt...aber wir sind das gewohnt, das geht schon.

Oliver:
Was ich super finde, man ist quasi am Wochenende arbeiten und unter der Woche ist man dann oft da, das heißt jetzt im Winter geh ich ins Schwimmbad und hab dann später immer frei. Klar, man muss dann immer um die Rentner rumschwimmen, die treiben da so rum wie Bojen (lacht)

Nadine:
Die haben dann ja auch meistens diese Badekappen auf

Oliver:
Ja, die erkennt man (lacht)

Nadine:
Von meiner Seite aus, war es das dann jetzt auch! Ich bedanke mich ganz herzlich bei euch für das Interview und wünsch euch gleich viel Spaß auf der Bühne!

Bilder vom Burgfolk: Faun
Website: www.faune.de
facebook: www.facebook.com/FaunOfficial

Art des Interviews: face2face
05.09.2013 by HerInfernalMajesty

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