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Nine Inch Nails: Hesitation Marks

Die selbstauferlegte Pause von Nine Inch Nails ist nun endgültig vorbei. 2009 gab Frontmann und Ausnahmegenie Trent Reznor ja bekannt, dass er (wohl aus gesundheitlichen Gründen) etwas Abstand vom Musizieren nehmen müsse, ein Schritt den jeder wohl nachvollziehen kann. Jetzt aber, vier Jahre später, dürfen sich die Fans endlich über ein neues Album freuen, nachdem bereits im Sommer schon das Tourleben wieder aufgenommen wurde.

Das letzte NIN-Album, welches ich mir bewusst zu Gemüte geführt habe, war das 2008er Werk Year Zero. Im folgenden Jahr überraschte Reznor mit der VÖ zweier Creative Commons Releases namens Ghosts I-IV und The Slip, welche ich aber nur am Rande wahrnahm... Nun also lausche ich gebannt dem neuen Clou mit der Bezeichnung Hesitation Marks.

Im ersten Eindruck wirkt die Scheibe sehr ruhig und nachdenklich. Oft muten die Grundsounds minimalistisch an, was zunächst ein wenig fad rüber kommt. Nine Inch Nails wären jedoch nicht Nine Inch Nails, wenn man sie mit einem solch platten und oberflächlichen Urteil abtun könnte. Also werden die Boxen aufgedreht, die Konzentration wird rein auf den auditiven Genuss fokussiert und dem Detail Raum gelassen. Und siehe da, immer mehr entfaltet sich die Tiefe des Gesamtwerks.

Auffällig ist zum Beispiel, dass viele Songs nur am Anfang besagten Minimalismus aufweisen und sich dann steigern, so unter anderem Satellite. Manche bleiben zwar ruhig, aber machtvolle Tracks gibt es zum Glück auch - Highlights für die Freunde härteren Sounds (und sicher auch für viele Tanzflächen) sind Came back Haunted, In Two und Everything. An anderer Stelle ist Hesitation Marks wohl eher arg experimentell angelegt... Stücke wie Running oder While I'm Still Back arbeiten doch mit sehr gewöhnungsbedürftigen Elementen.

Bleibt festzuhalten, dass wie immer der individuelle Geschmack das Urteil bildet. In meinem Fall bin ich zwiegespalten. Auf der einen Seite gibt es durchaus ein paar subjektive Highlights auf Hesitation Marks, anderseits plätschert das Album aber auch über weite Strecken vor sich hin und wird in diesen Phasen nur dann interessant, wenn man die Feinheiten und die (durchweg erkennbare) Kompositionskunst von Trent und seinen Mitstreitern auf sich wirken lässt. Letztlich trifft hier der Begriff "Liebhaberstück" wohl den Nagel auf den Kopf.

Trackliste
01. The Eater Of My Dreams
02. Copy Of A
03. Came Back Haunted
04. Find My Way Back
05. All Time Low
06. Disappointed
07. Everything
08. Satellite
09. Various Methods Of Escape
10. Running
11. I Would For You
12. In Two
13. While I'm Still Back
14. Black Noise

Veröffentlichung: 30.08.2012
Stil: Industrial/Electro/Minimal
Label: Polydor Records
Website: www.nin.com
MySpace: www.myspace.com/nin
Facebook: www.facebook.com/ninofficial

Cover

03.09.2013 by Otti

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