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Castle Rock 14: Sun, Beer & Rock´n´Roll

Traditionen sollten gewahrt werden - Zumindest wenn sie Sinn machen. Und eine der schönsten Traditionen in Mülheim an der Ruhr ist wohl das Castle Rock Festival, welches im Juli in seine vierzehnte Runde ging. Einmal mehr wurde im Innenhof des Schloss Broich eine Bühne aufgebaut, um an zwei Tagen Bands aus den Bereichen Rock und Metal zu beherbergen. Sinn und Zweck der Sache: Eine der kultigsten Feiern, die das Ruhrgebiet jedes Jahr zu sehen bekommt.

Los ging es am Freitag, den 12. Juli 2013. Aus Rücksicht auf die arbeitende Bevölkerung dieses Landes öffnete man die Pforten um 17 Uhr, eine Zeit die eigentlich für die meisten reichen sollte, um nach Feierabend dennoch pünktlich das Schloss Broich zu erreichen. Eigentlich... Denn tatsächlich sorgten Autobahnsperrungen, Staus und Baustellen dafür, dass viele Anreisepläne an diesem Tag vollkommen durcheinander gerieten und diverse Besucher erst auf den letzten Drücker (oder gar noch später) den Veranstaltungsort erreichten.
Ich selbst sollte eigentlich von meiner geliebten Béa nach deren Feierabend mitgenommen werden, die dann aber auch erst einmal im Verkehrschaos hängen blieb. Zum Glück gibt es aber zwischen Duisburg und Mülheim fantastische öffentliche Verbindungen, wodurch ich nach kurzer Umdisponierung selbst noch pünktlich ankam. Vor Ort traf ich dann auch alsbald auf andere bezaubernde Menschen, so z.B. unsere Nadine, Dome, Sven und viele mehr - Das Castle Rock ist eben nicht zuletzt wegen seines familiären Charakters und den damit verbundenen vielen Freunden und Bekannten, die man dort trifft, so toll. Auch mein Schatz schaffte es dann doch relativ bald nach Konzertbeginn zu uns zu stoßen.


Lord Of The Lost

Vier Bands sollten an diesem Freitagabend spielen. Die erste war Voodoma, eine klassische Gothrock-Band, die ich bis dato nur von CD kannte, deren Auftritt aber durchaus ordentlich war. Ein paar Songs lang wurde deren Klängen gelauscht, dann aber standen erstmal Gespräche und Begrüßungen an, weswegen ich wenig zum Gig als solchen sagen kann.
Anschließend spalteten Nachtblut das Publikum. Mit extremem Black Metal und dazugehörigen Outfits schafften die Jungs aus Osnabrück das Kunststück, so ziemlich die polarisierendste Band des gesamten Festivals zu werden. Während Freunde bitterböser Musik sich schnell begeistern ließen, waren andere eher irritiert - Sehr zu meinem Amüsement. Ich persönlich finde es gut, dass man auf dem Castle Rock auch mal solche Acts aus den Randgebieten des Metals zu Gesicht bekommt, zumal ich dem Sound von Nachtblut durchaus etwas abgewinnen kann.

Für mehr Konsens sorgten anschließend Lord Of The Lost. Die Dark Glam Rocker haben sich in den vergangenen Jahren immer höher in den Rock-Olymp gespielt und waren nicht zu unrecht an diesem Tag der Co-Headliner. Geile Show, viel Entertainment und ein begeistertes Publikum sprachen hier für sich.

Der Headliner des Freitags war auch zugleich die Band, auf die ich mich in diesem Festivalsommer am meisten gefreut habe: Amorphis. Schon in frühester Jugend war dies die Metal-Band, die ich am liebsten und intensivsten gehört habe. Ein Konzert der Finnen war mir bis dato jedoch stets verwehrt geblieben.
Ich fasse mich kurz: Es war toll, aber nicht so brillant, wie ich es mir erhofft hatte. Mit den neueren Werken von Amorphis kann ich nunmal nicht ganz soviel anfangen, jedoch gehörten diese verständlicherweise zum Set dazu. Die Mischung war aber angenehm, die Show oftmals mitreißend und viele alte Hits versüßten mir den Abend. Dass ausgerechnet Black Winter Day nicht performt wurde, war dann allerdings doch schade... Dennoch war der Freitag beim Castle Rock rundum gelungen und schön, sowohl durch tolle Konzerte, als auch wegen der wundervollen Menschen um mich herum.


Amorphis

Am Samstag hieß es dann für Béa und mich, früh aufzustehen und wieder zum Schloss Broich zu düsen. Im Gegensatz zum Freitag war die Anreise angenehm und ohne weitere Störungen, und so kamen wir zeitig genug am Ort des Geschehens an, um das eine oder andere Schwätzchen zu halten und mitzubekommen, wie sich der Schlosshof langsam füllte.

Zum Samstag sei allgemein gesagt: Es war sehr sonnig, was natürlich besser als Regen war, aber auch Schattenplätze zur begehrten Rarität machte. Wer ein wenig ausruhen wollte, konnte natürlich auch auf die große Wiese hinter dem Schloss gehen, und da ein wenig Entspannung in der Sonne oder im Schatten der Bäume genießen - Ein Angebot, das den ganzen Tag über ausgiebig genutzt wurde. Auch von uns immer wieder mal.

Eine frühe Pommes Currywurst am Stand im Innenhof hat sich übrigens als Fehler heraus gestellt - Die Wurst war gelinde gesagt ungenießbar und sah aus, als wäre sie schon seit Stunden auf dem Grill gewesen - Etwas, was ich von den Mülheimer Festivals so nicht kannte. Bei allem Lob was mir sonst über die Lippen kommt, soll dieser Tadel nicht untergehen - Sowas geht gar nicht.


Beloved Enemy

Aber zurück zu den angenehmen Dingen des Lebens, sprich: Musik. Erste Band des Tages waren Maerzfeld eine Band, die in ihrem Stil und ihrer Optik sehr an Rammstein erinnert, aber mit eigenen Songs am Start ist. Natürlich ist das Geschmackssache, zum wach werden am frühen Morgen war dies aber definitiv der richtige Opener.

Anschließend spielten Darkseed - Von denen wir aber nur recht wenig mitbekamen. Der Eindruck war recht nett, die eigene Erschöpfung aber doch so groß, dass wir uns ein wenig auf Abstand begaben und erstmal Ruhe fanden. Zu Beloved Enemy wurde dann wieder fleißig geschaut - Eine Band, die ich bis dato gar nicht kannt, die aber durchaus zu überzeugen wusste. Hart, rockig, spannend.

Als nächstes standen Stahlmann auf dem Plan. Ich bin ja nicht der größte Fan jener Band, die stilistisch immer noch sehr nach einer Eisbrecher-Coverband klingt, aber eines muss man den Jungs lassen: Sie schaffen es stets, das Publikum mitzureißen. Stahlwittchen und andere Songs wurden trotz brütender Mittagshitze fleißig abgefeiert, das Volk kochte im wahrsten Sinne des Wortes.

Die alten Hasen von Megaherz konnten also ein perfekt eingestimmtes Festival übernehmen, und auch diese Herren wussten ihre Erfahrung und ihren Spielwitz auszukosten. Alex gab wie immer sein Bestes, die Menschen im Schloss Broich dankten es ihm.


Megaherz

Im Anschluss sind wir dann allerdings auch schon abgehauen. Zwar standen mit End Of Green und Korpiklaani noch zwei absolute Live-Leckerbissen auf dem Billing, aber letztere hätte ich eh nicht sehen können, weil ich am Abend noch meinen Verpflichtungen als DJ im Kultkeller nachgehen musste. Und so stand halt noch eine Stunde Ausruhen auf der Couch an, denn anders hätte ich alter Mann dieses wieder mal anstrengende Wochenende kaum überlebt. ;)

So oder so war es wieder einmal fantastisch, ein weiteres wundervolles Castle Rock hat mein Leben bereichert. Im kommenden Jahr gibt es dann noch ein Jubiläum zu feiern - das 15. Castle Rock Festival steht an. Ratet mal, wer sich dies ganz sicher nicht entgehen lassen wird!

In diesem Sinne sehen wir uns hoffentlich auf den kommenden Castle Rock und Burgfolk-Festivals!

Euer Otti

Website:
www.muelheim-ruhr.de/cms/n_e_w_s1.html

Bildergalerien (by Nadine Romance):
Voodoma
Nachtblut
Lord Of The Lost
Amorphis
Maerzfeld
Darkseed
Beloved Enemy
Stahlmann
Megaherz
End Of Green
Korpiklaani

14.08.2013 by Otti

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