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Coppelius: Frühe Werke

Nun bin ich schon seit einiger Zeit stolze Besitzerin der versilberten Schellackplatten einer mysteriösen Gruppierung namens Coppelius, und auch meine Rezension flattert schon seit mehreren Wochen halbfertig hier herum - einfach weil ich das Gefühl habe, ich werde der Musik nicht gerecht, schon allein weil die Maßstäbe fehlen, mit denen man diese Ausnahmeband vergleichen könnte.
Wem die fünf Herren in Gehröcken noch nicht bekannt sind: Auf unerklärliche Weise wurden sie, ursprünglich aus dem 19. Jahrhundert erschienen, im Jahre 1805 laut und verbreiten seitdem mit Klarinetten, Cello, Kontrabass, Schlagzeug und Butler Bastille im Gepäck euphorische Glückseligkeit, wohin sie auch kommen. Trotz einiger Informationen, die man über sie auskundschaften kann, bleibt ihre Identität doch im Ungewissen, frei nach dem bayrischen Spruch "Nichts gewisses weiß man nicht"...und das, wo die Herren doch aus Berlin sind. Wem diese kleine Einführung nicht reicht, dem seien die galvanischen Seiten von Coppelius empfohlen (Adresse unten), nun aber zu dem, worum es hier hauptsächlich gehen soll: Die Musik.

Allein schon die Instrumentierung lässt vermuten, dass man es hier mit nichts Gewöhnlichem zu tun hat. Und in der Tat, Coppelius zeigt mehr als deutlich, dass man mit jenen Tonwerkzeugen nicht nur klassische Musik, sondern auch Rock'n'Roll vom Feinsten zaubern kann. Dabei sind natürlich besonders die zwei Klarinetten (gespielt von Coppella und Comte Caspar) noch einmal zu erwähnen, die in der Rockmusik unberechtigterweise ein ziemliches Schattendasein führen.
Ist man sich bei der ersten CD mit nur 3 Tracks (davon eine Coverversion von Iron Maiden, nämlich "Phantom Of The Opera") noch nicht so ganz sicher, wie der Stil von Coppelius nun werden soll, so erfährt man dies auf alle Fälle auf den beiden anderen Tonträgern. Coppelius besticht durch Abwechslung und interessante Songstrukturen. Ist für so manche Band Dynamik und Tempo ein Fremdwort, so beherrscht Coppelius den gekonnten Einsatz solcher Mittel perfekt.
Ein gutes Beispiel dafür dürfte das 7minütige "Be prepared" auf "1803" mit seinen folkig-rockigen Tönen sein, das mit einem längeren Instrumentalteil abseits der Hauptmelodie zu begeistern weiß. Und das ist nur ein einzelnes Beispiel für die Soundvielfalt Coppelius', wofür allein sie eigentlich schon das Prädikat "Absolut hörenswert" bekommen.
Doch die fünf Herren sind scheinbar nicht nur für eine Runde Folk zu haben, sondern durchaus auch für düstere Stücke wie zB "Morgenstimmung". Ist man bei Coppelius ohnehin schon für allerhand gewappnet, so ziehen es diese unverschämten Herren bei diesem Stück dann doch vor, einen mit Vogelgezwitscher und Hahnenkrähen in Sicherheit zu wiegen, bevor sie einem von einer etwas anderen Morgenstimmung berichten.. zuviel darüber sei nicht verraten, hört lieber selbst.
Die Instrumentierung mag nicht jedermanns Sache sein (da sind wie überall die Geschmäcker verschieden), aber wer eine einfallsreiche und wirklich interessante Band kennenlernen will, für den führt wohl kein Weg an den Berlinern vorbei.
In diesem Sinne: Coppelius hilft!

Tracklist:

Coppelius
1. Two Blind Eyes
2. Phantom Of The Opera
3. Coppelius
1803
1. I Get Used To It
2. Be Prepared
3. Abendstimmung
4. Dreaming
To My Creator
1. Morgenstimmung
2. Escapade II
3. Chilled With Fright
4. To My Creator
5. 1916
Bonus: I Get Used To It (Video-Clip)

Erschienen: "Coppelius" 2003 / "1803" 2004 / "To My Creator" 2005
galvanische Seite: coppelius-band.de

Cover
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21.04.2007 by Sijaita

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