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Das Ich und Gothminister im Eisenlager

Manchmal vergeht die Zeit einfach viel zu schnell. Tatsächlich ist seit meinem letzten Konzertbesuch mehr als ein halbes Jahr vergangen... Ein Zeitraum der einem Musikschreiberling und Livemusik-Fanatiker wie mir so gar nicht geziemt. Die Gründe? Nunja, aufmerksamen und regelmässigen Nightshade-Besuchern dürften ein paar der Umstände und Aktivitäten bekannt sein, die meine kostbare Zeit in den letzten Monaten gefressen haben. Dazu kamen ein paar private Verwicklungen und auch ein wenig verlorenes Zeitgefühl ob all dieser Verwirrungen, und schon war die Abstinenz gefestigt.


Das Ich

Aber auch solche Phasen sind mal vorbei - zum Glück! Um dies gebührend zu feiern musste halt auch endlich mal wieder ein Konzert her, und da kam mir die gemeinsame Tour von Gothminister und Das Ich natürlich gerade recht. Zwar war ich nie ein großer Fan der Norweger um Herrn Brem, aber dafür gehören Das Ich um so mehr zu den prägenden Gestalten meiner Jugend, wie auch zu den immer wieder gern gesehenen Live-Leckerbissen der schwarzen Szene.
Sowieso stellte wohl nicht nur ich mir die Frage, wie denn ausgerechnet diese beiden Bands zusammen passen. Okay, beides sind etablierte Gothic-Acts, aber da hören die Gemeinsamkeiten auch schon auf. Während Gothminister Gothrock pur fabrizieren, wird bei Kramm und Ackermann seit jeher auf reine industriell geprägte Synthiklänge gebaut, und beides klingt nicht nur vollkommen unterschiedlich, sondern spricht tendenziell auch unterschiedliche Hörer an.
Aber genau das ist ja wiederum auch ein Reiz der Gothic-Kultur: Die Vielschichtigkeit und Abwechslung. Daher war das musikalische Kontrastprogramm dieser Tour auf den zweiten Blick wiederum recht geschickt gewählt. Es gibt eh genug Leute die da musikalisch sehr flexibel sind, und für die anderen gabs zwei Top Acts zum Preis von einem, wobei man sich auch mal einer Band öffnen konnte, die man sonst sicher nie bewusst besucht hätte.
Oder anders ausgedrückt: Für Gothminister alleine wäre ich bis zu diesem Donnerstag nie freiwillig vor die Tür gegangen. Die Norweger waren für mich musikalisch immer recht uninteressant, allenfalls diversen Festivals aus der Ferne eher akzeptabler Hintergrundsound für Sauf- und Partygelage. An diesem Donnerstagabend haben mich die Jungs jedoch positiv überrascht, und das ging nicht nur mir so.

Mein Begleiter und werter Nightshade-Kollege Ralle kam nämlich unabhängig von mir zum gleichen Urteil: Hier im Eisenlager, als eine Art "Warm Up" für Das Ich, haben Gothminister die Bude gerockt. Zwar war die Stimmung im mittelmäßig gefüllten Konzertsaal anfangs noch recht kühl, um so bewundernswerter ist es, wie die Jungs Song für Song die Menge aktiviert und in ihren Bann gezogen haben... Naja und wer trotzdem mit der Musik nix anfangen konnte (wie Kiki und Jens) hat sich halt in den Raucherbereich zurückgezogen und/oder sich den Bauch am frisch eröffneten Buffet vollgeschlagen.
Für mich persönlich kam positiv hinzu, daß das Konzert zwar recht gut besucht war, die Halle aber bei weitem nicht voll. So hatte ich genügend Platz um aus allen erdenklichen Winkeln viele lustige Fotos zu schiessen, und auch Gelegenheit, mich wieder ins Thema Konzertfotografie hineinzudenken. Bei meinen Sprints quer durchs Publikum begegnete ich derweil dann recht überraschend dem lieben Falk von Darkerradio, und entdeckte im Publikum den Fair Sex-Sänger Myk Jung mit seiner bezaubernden Frau Tina - Gothminister scheinen also auch bei der lokalen Szene-Prominenz gut anzukommen. Wie schon erwähnt, die Norweger haben einfach positiv überrascht, und Monsters sich mir glatt eine Weile als Ohrwurm eingepflanzt.

Bei solch guter Stimmung übernahmen Das Ich natürlich ein dankbares und gut gelauntes Publikum, inklusive einem Otti der, bis auf einige am Rande mitverfolgte Festivalgigs, in letzter Zeit schon viel zu wenig von den dreien mitbekommen hatte. Das Ich vollbrachten ihren wie sie sagten ersten Gig in Oberhausen in bester Form, lockten vor allem mit einem geschickt früh platzierten Kain und Abel auch den letzten Tanz- und Partywilligen hervor, und sorgten für einen prächtig unterhaltsamen Abend.
Schon fast erwähnenswert ist hierbei von meiner Seite, daß es keine technischen oder ähnlichen Probleme gab, hatten doch Das Ich bei vergangenen Gigs mal Tonstörungen, ausgefallene Rechner oder (bei Open Airs) Wetterprobleme zu verbuchen. Nein, diesmal lief wirklich alles glatt. Und auch dieser Auftritt war für mich aus Fotografensicht natürlich ein gefundenes Fressen. Vor allem Stefan Ackermann ist seit jeher durch seine Performance ein Augenschmaus und perfektes Fotoobjekt. Und auch insgesamt bieten Das Ich immer wieder einen visuellen Höhepunkt, den ich diesesmal mit wundervollen Nahaufnahmen einfangen durfte. So knippste ich wild meine Fotos, nur unterbrochen wenn ich gerade mal wieder nicht anders konnte als zu tanzen.
Wie es sich für einen solchen Clubgig gehört zeigte die Band auch wieder ihre Nähe zum Publikum, kommunizierten mit den anwesenden, ließen Fans mitsingen, und Herr Ackermann ließ es sich natürlich auch nicht nehmen einen Ausflug in die Menge zu starten.
Leider konnten Das Ich dann nur eine Zugebabe von 3 Songs präsentieren, was aber nach dem kurz vorher angestimmten Gottes Tod und dem bis zum Schluss aufgesparten Hit Destillat gerade noch zu verschmerzen war... Der anschliessende Düstertag musste ja nunmal irgendwann seinen Anfang finden.
Insgesamt haben Das Ich jedenfalls einen runden und gelungenen Konzertabend abgeliefert.

Anschliessend wäre ich ja zu gerne auch mal zum Düstertag geblieben, allerdings war auch trotz meines schnellen Aufbruchs un meiner Heimkehr nur noch eine Restnacht von 4 stunden für mich übrig...
Ob übrigens die übelst heftigen Gewitter in dieser Nacht, und der ströhmende Platzregen irgendwie auf die Wut des lieben Herrgotts über die Texte der Bands zurück zu führen sind... Ich erspare mir da mal ein Urteil. ;)

Bildergalerien zum Abend:

Gothminister
Das Ich (1)
Das Ich (2)


Gothminister

22.04.2009 by Otti

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