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Interview (Musik)Blättern: Vorheriger Artikel | Nächster Artikel

Power Pain Music: Neue Label braucht das Land

Kennengelernt habe ich Andy Arbeit vergangenes Jahr beim Reload Festival in Twistringen, wo er als Merch-Verkäufer für Fiddler´s Green zugegen war, und wir schnell ins Gespräch kamen, wobei einige lustige Gemeinsamkeiten und Verbindungen sich auftaten. Bei dieser Gelegenheit erzählte er mir auch schon von seinem brandneuen Label namens Power Pain Music, das kurz darauf seine ersten Alben veröffentlichen sollte.
Der Kontakt hielt, Andys neues Projekt nimmt immer mehr Formen an. Und ich finde es ja immer wieder spannend, hinter die Kulissen der Musikindustrie zu blicken, in diesem Fall halt hinter die eines Label-Startups, dessen Inhaber ein unheimlich sympathischer Musikliebhaber ist. So kam es zu der Idee, mal mit ihm ein Interview zu führen, und das darf ich euch nun präsentieren!

Otti:
Hallo Andy, erst mal Danke, dass Du dich diesem Interview stellst. Du hast ja nun mit Power Pain Music vor noch nicht allzu langer Zeit ein eigenes Label ins Leben gerufen. Was hat dich denn zu diesem Schritt bewogen, und wie hat sich das von der ersten Idee bis zum endgültigen Start entwickelt?

Andy:
Ja sehr gerne doch, vielen Dank für die Interview Anfrage!
Also, angefangen hat alles mit einem Praktikum bei der Firma Megapress, dem Label von J.B.O.. In dieser Zeit konnte ich sehr viel über das Arbeiten und die Funktionalität eines Labels lernen. Leider war das Praktikum viel zu schnell zuende und ich hatte vorerst keine Möglichkeit, in diesem Bereich weiter zu arbeiten. Die Idee, ein eigenes Label zu gründen, bekam ich dann einige Monate später. Wie bei jeder Firmengründung musste natürlich auch das Konzept passen um meine Ideen und Visionen umzusetzen. In der Zeit von der ersten Idee bis zum endgültigen Start gibt es immer wieder Momente, wo man alles am liebsten wieder hinschmeißen möchte oder sich selbst hinterfragt, ob es richtig ist, was man da macht. Man darf sich einfach nicht mit anderen Meinungen und Ideen beschäftigen, sondern man muss sein Ding durchziehen und immer an sich glauben! In meinem Fall steht das Label jetzt und Arbeit ist auch genug vorhanden.


Andy (bei der) Arbeit

Otti:
Viele Leute im Musikbusiness klagen heute über rückläufige Plattenverkäufe, die Tücken des Internets und vieles mehr. Wie siehst Du das, gibt es heute noch Chancen in diesem Bereich wirklich Geld zu verdienen?

Andy:
Ja, natürlich gibt es Chancen heute damit noch Geld zu verdienen, es ist nur alles etwas schwieriger geworden und es geht natürlich nicht von heute auf morgen. Das Internet hat viel dazu beigetragen, dass die Plattenverkäufe rückläufig geworden sind. Durch das Internet ist aber auch ein Markt für Downloads entstanden, so hält sich das wieder im Gleichgewicht. Ich denke das größte Problem an dem ganzen sind illegale Downloads, damit hat nicht nur ein kleines Label zu kämpfen, sondern besonders die Major Labels, wie Sony BMG u.s.w. Diese illegalen Plattformen haben den Musikmarkt so gut wie zerstört und machen es Newcomer Bands so gut wie unmöglich, den ein oder anderen Euro zu verdienen.

Otti:
Wichtige Aufgabe für einen Labeleigner ist es natürlich, die Spreu vom Weizen zu trennen und so vor allem interessanten Acts eine Chance zu geben. Nach welchen Kriterien wählst Du denn die Bands aus, deren Musik du veröffentlichst?

Andy:
Ein Hauptkriterium bei mir ist, dass es mir selber gefallen muss, ich könnte mir nie vorstellen, eine Band zu veröffentlichen, deren Musik ich nicht gut finde. Ein weiteres Kriterium ist die Qualität der Songs, man bekommt schon mal die ein oder andere Anfrage, wo es heißt: "Wir haben mehrere 1000 Euro in diese Produktion gesteckt" und das Ergebnis hört sich schlechter an als meine eigene Wohnzimmer Produktion. Das dritte Kriterium ist das Auftreten der Band in der Öffentlichkeit, es muss bei Bands der sogenannte "Wille" erkennbar sein. Wer diesen drei Kriterien besteht hat sehr gute Chancen, von Power Pain Music supported zu werden.

Otti:
Um sich heutzutage durchzusetzen braucht es ja generell Alleinstellungsmerkmale. Was unterscheidet denn Power Pain Music von anderen Labels?

Andy:
Das stimmt, wir versuchen ein familiäres aber trotzdem professionelles Arbeitsklima zwischen Künstlern und Label zu schaffen. Im Endeffekt geht es ja im Musikbusiness nur ums Geld, das Problem bei kleinen Labels ist, dass vom offiziellen Start an eine sehr lange Zeit erst mal kein großes Geld damit verdient ist. Da wir im Newcomer Bereich arbeiten möchten wir unsere Bands bei dem Einstieg ins professionellen Musikbusiness begleiten und ihnen Möglichkeiten bieten, ihre Musik weltweit zu vertreiben.

Otti:
Bisher gab es die beiden Releases von Ingraved und Absolute Terror Field, wie zufrieden bist Du denn da mit der Resonanz und den Verkäufen bisher?

Andy:
Bis jetzt bin ich sehr zufrieden mit der Resonanz. Die Verkäufe könnten natürlich immer etwas besser sein. Aber ich habe von allen Vertriebsmöglichkeiten, die Power Pain Music bietet, bis jetzt Verkäufe zu vermelden. Also der Anfang ist gemacht und jetzt heißt es das ganze noch auszubauen. Alles in allem bin ich sehr zufrieden, man darf sich nur nicht auf seinen Erfolgen ausruhen. Es ist für mich jeden Tag auf´s neue der Anreiz wieder ein Stücken weiter zu kommen, auch wenn manchmal nichts passiert oder es auch mal zwei Schritte zurück geht.

Otti:
Für 2012 ist dann das Album Memories von Night Of Tears angekündigt. Was kannst Du unseren Lesern zu dieser Band erzählen?

Night of Tears ist mein eigenes Bandprojekt! So wie ich die Idee von meinem eigenen Label hatte, so entstand auch die Idee einer eigenen Band. Ich möchte meine eigenen Ideen und Eindrücke, die ich die letzten Jahre sammeln konnte, in einem Album vereinen. Deshalb war der Titel für das Albums schnell gefunden, denn die Songs sind Erinnerungen an eine Zeit, die voller "Höhen" und leider auch "Tiefen" war. Im Moment ist das Songwriting soweit abgeschlossen und ich beginne jetzt im Herbst / Winter 2011 mit der Vorproduktion. Ich freue mich schon auf das fertige Album und die ersten Resonanzen!

Otti:
Musik ist natürlich ein wichtiger Bestandteil deines Lebens, du bist selbst Musiker und betreibst eben Power Pain Music. Mit was beschäftigst Du dich denn sonst noch beruflich und in deiner Freizeit?

Andy:
Wie du schon sagtest, mein Leben besteht momentan nur aus Musik. Durch das Label und mein eigenes Bandprojekt ist meine Woche eigentlich schon gut mit Arbeit gefüllt. Dennoch finde ich öfters mal die Zeit, die Band „Fiddlers Green“ als Merchandiser auf Tour zu begleiten. Also sind einige oder eher viele Wochenenden im Jahr damit auch schon verplant und es bleibt leider nicht viel Freizeit übrig.

Otti:
Und was sind deine weiteren Pläne für die Zukunft deines Labels?

Andy:
Ich möchte den Traum und die Vision von einem eigenen Label und eigenem Vertrieb weiter in der Realität umsetzen und meine Band Night of Tears damit ab 2012 supporten. Ansonsten bin ich offen für alles und lass die Zukunft auf mich zukommen, denn man weiß ja nie was morgen passiert.

power-pain-music.de

Art des Interviews: Email
15.09.2011 by Otti

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20.09.2011Ingraved: Onryou(Rezension: Musik)

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