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Tanzwut: Morus Et Diabolus

Glaubt ihr an Zufälle? Manchmal ist es doch unheimlich... Da lausche ich gerade den Klängen von Tanzwut und greife nebenher zu meinem aktuellen Buch, einem historischen Roman, und wie heißt das folgende Kapitel? Epilepsia saltatoria, was die lateinische Bezeichnung für die im Mittelalter bekannte "Epidemie" namens Tanzwut ist, früher im übrigen auch als "Veitstanz" bezeichnet. Ein Phänomen, für dessen Auftreten es bis heute keine gesicherten Gründe gibt, das aber womöglich auf die Einnahme des Getreidepilzes "Mutterkorn" zurückgeführt werden kann, welcher wiederum für die Gewinnung der halluzinogenen Droge LSD herhalten kann... Besagtes Mutterkorn ist übrigens zudem eines der Grundthemen in besagtem Buch, welches ich gerade lese.

Warum ich euch das erzähle? Weil ich euch eben heute noch Morus Et Diabolus vorstellen wollte, ein Tanzwut-Album welches bereits im Sommer erschienen ist, und das ich nun vorliegen habe und seit einiger Zeit nun bei mir im CD-Spieler laufen lasse. Im Jahre 2011 wollen es die Spielmannen um den inkarnierten Teufel nämlich wissen. Nicht nur, dass mit Weiße Nächte das erste Mittelalter-Rock-Album der Berliner nach langer Pause erschien, nein, zuvor überraschten sie ihre Fans nämlich noch mit der kurzfristigen Ankündigung und Veröffentlichung des reinen Mittelalter-Werkes, um welches es jetzt gerade geht.

Morus Et Diabolus bietet dabei die Klänge, die der geneigte Hörer auf Mittelaltermärkten erwartet. Alte Melodeyen neu aufgearbeitet und mit Sackpfeifen, Schalmeien und allerley Trommelwerk zu Gehör gebracht. Tanzwut konzentrieren sich dabei vornehmlich auf instrumentale Tanzweisen wie den Klassiker Skudrinka und andere international, historische Tänze, lediglich bei La filha dau ladre wird über Chöre auch gesungen.

Viel mehr kann man zur Scheibe dann aber auch gar nicht mehr sagen. Dass sich das Ganze musikalisch nicht unbedingt von vergleichbaren Bands unterscheidet verwundert kaum, allerdings merkt man Morus Et Diabolus die Erfahrung seiner Schöpfer natürlich an. Somit ist das Album wohl vor allem für Fans interessant: Fans von mittelalterlichen Klängen im allgemeinen, und Tanzwut-Fans im Besonderen.

Trackliste
01. Teufelsstampf
02. Albanischer
03. Heiduckentanz
04. Skudrinka
05. Totentanz
06. Danse Bretonne
07. Chanconeta Tedesca
08. La filha dau ladre
09. Tanz der Gaukler
10. Como Poden
11. Hymnus Codex Gigas

Veröffentlichung: September 2011
Stil: Mittelalterliche Musik
Label: Teufel Records
Website: www.tanzwut.com
Myspace: www.myspace.com/tanzwutmusic
Facebook: www.facebook.com/profile.php?id=100002771460447

Cover

13.09.2011 by Otti

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