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Deied: Tales Of Sodenliah

Die bisherigen Releases von Deied sind - auf die relativ kurze Lebensdauer des Projekts bezogen - unheimlich zahlreich. Das verwundert um so mehr, wenn man bedenkt, dass die beiden beteiligten Musiker Din-Tah Aeon und N1n0 auch noch aeon sable zusammen formiert haben und N1n0 zudem hinter dem spannenden Soloprojekt Melanculia steht. Massenproduktion? Mitnichten, denn egal was diese Künstler anpacken, es hat nicht nur Hand und Fuß, sondern steckt jedesmal aufs neue so voller Spirit, dass es schon unheimlich erscheinen mag. Deied ist dabei das rein auf elektronischen Klängen basierende Projekt der umtriebigen Gesellen, während die anderen beiden Acts auch mit Gitarren und Rocksounds arbeiten.

Nun veröffentlichen Deied erneut ein Album, allerdings, wie ich gestehen muss, das erste aus diesem Hause, mit dem ich mich intensiv, weil aus journalistischer Sicht, befasst habe. Und ehrlich gesagt überrascht mich die Qualität der Scheibe nicht im geringsten, da ich nicht nur die anderen Sachen von N1n0 und Din-Tah Aeon bereits kennen- und schätzen-gelernt habe, sondern den beiden auch schon persönlich begegnen durfte, und somit etwas von ihrer Einstellung und ihrem Charakter wahrnehmen durfte. Hier sind Herzblutmusiker am Werk, für die kommerzieller Erfolg absolut nebensächlich ist, die vielmehr wirklich Energie und Emotion in ihre Arbeit stecken.

Tales Of Sodenliah heißt die neue Scheibe also, ein Werk voller spannender, dunkler Elektronik. Im Vorfeld schon hat mir Labeleigner erzählt, dass die Musik hierbei stellenweise an alte Proejct Pitchfork zur Alpha Omega-Zeit erinnern würde, was ich nur bestätigen kann. Lustigerweise hat N1n0 besagtes Album jedoch selbst bis dato nie gehört, weswegen man hier allerdings wohl kaum von einem Abklatsch sprechen darf... Aber das wäre auch fatal falsch. Denn Tales Of Sodenliah hat viel mehr zu bieten als Sounds, die man bereits kennt. Vielmehr wird hier eine Art dystopisch-postapokalyptische Vision geschaffen, die sich in so faszinierenden Tracks wie Orbituary oder Transmigration manifestiert, wobei insgesamt jeder Song des Albums schon für sich ein kleines Meisterwerk ist. Im Gesamten darf man diese Scheibe wohl getrost als außergewöhnlich bezeichnen.

Trackliste
01. Intro + The Trip
02. A Shell Full Of Scars
03. In The Trasition
04. Animanivor
05. Lightmare
06. The Spirit Of Sodenliah
07. Oui-Nein
08. Orbituary
09. Transmigration
10. Terra

Veröffentlichung 23.09.2011
Stil: Dark Electro/Industrial
Label: afmusic/Ionium Records
Website: www.deied.de
MySpace: www.myspace.com/deied
Facebook: www.facebook.com/deied

Cover

07.09.2011 by Otti

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