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Death Feast Open Air 2011: Hünxe - Schwarze Heide - Tag 3

Samstag 25.06.2011

”Impressionen”

Waren wir noch die Tage davor verschont geblieben von Regen, bis auf ein paar nicht nennenswerten kleinen Schauern mal abgesehen, kam am Samstag über Nacht der Regen zur "Schwarze Heide" und die Grütze vom Himmel blieb fast den ganzen Tag bis spät in die Nacht! Durch den Dauerregen verwandelte sich auch der Acker vor der Bühne zu einem netten lustigen schwarz-braunen Brei! Den nutzten auch so einige Leute um dem Namen Slam-Dancing auch richtig gerecht zu werden.

PIGHEAD aus Deutschland waren bereits voll dabei, als wir das Gelände enterten und man sah schon eine Hand voll Leute die schon reichlich im Dreck gebadet hatten. Einige Schlammzombies hatten auch tierisch viel Spaß Dreckklumpen wahllos um sich zu feuern und mit einem verkrusteten Fußball wurde auch wild um sich geschossen. Viele hielten da einen kleinen Sicherheitsabstand aber das Geschoss traf natürlich ein paar Unbeteiligte, was natürlich gewollt war, die "Oper" nahmen es aber mit Humor.

Bei BY BRUTE FORCE ging das lustige Schlamm-Fußballspiel munter weiter, als die Band mit ihren erdigen Brutal Death die wenigen Fans zu unterhalten wussten. Selbst die Securitys machten den Fans keinen Strich durch ihre Schlammspiele und feuerten den Ball immer wieder zurück aus den Fotograben, wenn er dort mal landete.

”By

An dieser Stelle sollte man die Crew auch mal loben denn die Ordner machten echt einen tollen Job und gingen immer freundlich und zuvorkommend mit den Fans um. Da hatte der Veranstalter echt ein gutes Händchen mit der Auswahl der Security-Firma. Beide Daumen hoch für die Jungs und Mädels.

Die Belgier hatten kurzfristig abgesagt und darum standen nun die junge Deutsche Band DAWN OF DISEASE etwas früher auf der Bühne. So langsam wurde der Platz auch voller und die Band konnte vor einer ordentlichen Zuschauerzahl mit ihrem frischen Death Metal ordentlich neue Fans dazu gewinnen. Man sah den Musikern richtig an welche Freude sie hatten hier zu zocken und überzeugten neben der Musik noch mit einem wilden Stageacting.

Der sehr simple und stumpfe Grind-Core von den Niederländern von LAST DAYS OF HUMANITY kam zum großen Teil beim nassen Publikum nicht gerade besonders gut an. Viele verließen den Platz und nur wenige verharrten vor der Bühne und kaum noch jemand suhlte sich im Schlamm. Auch ihre lahmes Stageacting tat einiges dazu bei, das der Band nur wenig Beachtung geschenkt wurde.

Fast dasselbe Problem hatte auch das Ein-Mann Projekt aus Amerika, BLOODSOAKED. Der Gitarrist und Sänger mühte sich redlich aber bis auf ein paar Grimassen kam da nicht viel rüber. Das der Gute ganz alleine auf der großen Bühne stand, ohne Hintermannschaft, war schon sehr befremdlich.

”Bloodsoaked”

Zwar klang sein Death Metal sehr ordentlich, aber ansonsten blieb der gesamte Auftritt sehr blass. Vielleicht sollte Peter Hasselbrack für seine Live-Gigs eine geeignete Hintermannschaft an den Start bringen damit er nicht so verloren auf der Bühne wirkt und die dazu noch ordentlich Action verbreitet.

aus Frankreich ziehen wieder eine große Menge an Leuten vor die verschlammte Bühne um Old School Grind-Core zu zelebrieren. Die Jungs sind auch schon ca. 20 Jahre am Start und haben auch einen Sänger in ihren Reihen, der das Wort bekloppt neu definiert. Während die Hintermannschaft solide ihren Part runter donnert geht der schmale Sänger komplett steil und haut sich mit Freude während des Gigs so lange das Mikro an die Stirn, bis er eine klaffende Wunde am Schädel hat und sein Blut über seine verzerrte Fratze fließt.

”Inhumate”

Auch er springt zu den Fans vor die Bühne, suhlt sich im Schlamm und kotzt sich die Seele aus dem Leib. Auch seine Mitmusiker verschont er nicht und spring ein ums andere Mal seine Kollegen an, während sie spielen. Der Mann scheint absolut nichts mehr zu merken und nach dem Gig rennt der Gute breit grinsend mit einer heftigen Beule am Kopf übers Gelände. Sick!

Bei den Briten THE ROTTED waren leider wieder etwas weniger Publikum anwesend und die nicht da waren verpassten krachenden Death Grind Metal und eine Menge Bewegung auf den Brettern die die Welt bedeuten. Aber die Leute die anwesend waren hatten Spaß und krabbelten teilweise durch den Matsch zu Double-Bass Abrissbirnen der Marke "A Return To Insolence", "Nothing` But A Nosebleed" und "The Howling".

”The

Auch einen neuen langsamen Song stellten die Band von der Insel vor und gaben damit schon mal einen kurzen Einblick auf das kommende neue Album. THE ROTTED hatten mehr Zuspruch verdient keine Frage!

Danach kam die Macht aus Brasilien in Form von den mächtigen KRISIUN! Das Trio unterstreicht mal wieder ihren Ruf als alles zerstörendes Trio, das megabrutal und tight wie ein Uhrwerk, jede Bühne dieser Welt in ihre Bestandteile zerlegen kann. Jetzt wird aus allen Rohren geballert was die Instrumente hergeben und besonders Drummer Max Kolense feuert ein Sperrfeuer Blast nach dem anderen ab. Sänger/Bassist Alex Camargo wird nicht müde sich bei den Fans zu bedanken und wiederholte des Öfteren das es für eine Ehre sei vor so einem Publikum spielen zu dürfen.

”Krisiun”

Muss er eigentlich nicht, denn wir haben zu danken von Splittergranaten wie "Combustion Inferno" von der aktuellen Scheibe "Southern Storm" verprügelt zu werden. Auch "Vengeance´s Revelation" von ihrem zweiten Album "Apocalyptic Revelation" sowie "Vicious Warth" und "Bloodcraft" ziehen eine tödliche Schneise über die Schwarze Heide von Hünxe. Einen neuen Song geben sie auch zum Besten, der aber nicht auf Geschwindigkeit getrimmt ist, sondern sehr groovelastig und ein wahrer Brecher geworden ist. Dazu kann man sich nur in Ekstase bangen und zufrieden und ausgelaugt das Glas erheben. Äääh.. Becher natürlich!

VADER hatten es danach eine kurze Zeit schwer genau dasselbe Level zu halten. Aber Band-Chef Peter und seine neue Hintermannschaft hauten sofort die beiden Schädelspalter "This Is The War" und "Sothis" raus, sodass man schnell wieder auf Betriebstemperatur kam. Man muss sich zwar erst immer an die neuen gewöhnen und darum kamen VADER nicht als so eine Einheit rüber wie KRISIUN zuvor.

”Vader”

Aber dafür hagelte es Death Metal Perlen am Fließband und rein musikalisch überzeugten die Veteranen aus Polen auf ganzer Linie. Auch VADER stellten einen neuen Song vor und der machte schon mal gute Werbung für das kommende Album.

Old School Death Metal Made in Germany stand als nächstes auf dem Plan mit den neu reformierten MORGOTH! Die Sauerländer konnten ihre gute Form vom Rock Hard Festival noch ein wenig steigern und spielten deutlich kompakter. Dazu war der Sound so richtig amtlich, sodass ihre alten Klassiker der Marke "Cursed", "BodyCount", "Sold Baptism" und "Suffer Life" so richtig fett aus den Boxen knallten.

”Morgoth”

Marc Grewe gibt den Alleinunterhalter und schreit ein um andere mal "Wir sind zurück". Recht so, kann ich da nur sagen und hoffen wir mal, dass dabei auch mal neues Material bei raus kommt. Aber hier werden natürlich nur Songs gespielt von den ersten beiden EP`s und der Scheibe "Cursed" zum 20 Jährigen Jubiläum! Auch wenn ich nicht so ein Freund bin von Reunions, bei MORGOTH kann man nur sagen: “Alles richtig gemacht!“ Klasse Auftritt von einer damals mal wichtigen Death Metal Band!

An MISERY INDEX lag es dann den Sack endgültig zu schließen für dieses Jahr auf dem DEATH FEAST Festival und diese Aufgabe lösten sie mit Bravur. Es hagelte massive Blast-Beats und schwere Grooves im Sekunden Tackt und nun hieß es noch mal alle Kräfte zu mobilisieren. Denn bei Brecher-Songs wie "You Lose", "The Spectator" und "We Never Come In Peace" kann man nicht einfach still stehen. Auch "The Arbiter" und der Mitgröhl-Knaller "Traitors" sind wie Faustschläge ins Gesicht. Die Fans zerfleischen sich noch mal kollektiv zu einem großen Menschen-Gulasch und feiern die Amis nach allen Regeln der Kunst ab. Auch wenn man schon einige Leute sieht wie sie die Segel streichen und das Gelände verlassen. An MISERY INDEX kann es nicht liegen, denn die geben wirklich alles und schießen einen Kracher nach dem andere über das ausgelaugte Volk!!! Nach dieser letzten Vollbedienung wird nochmal das Partyzelt geentert und Abschied gefeiert von diesem kleinen aber feinen Extrem Festival.

Damit verabschieden wir uns aus Bree Bree City und hoffen auch nächstes Jahr wieder dabei zu sein wenn die Creme der brutalen Mucke sich hier in Hünxe trifft! Super war es und wir kommen gerne wieder. Salute!
Story und Fotos:
Carsten Bahr

05.09.2011 by Gisela

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