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Death Feast Open Air 2011: Hünxe - Schwarze Heide - Tag 2

Freitag 24.06.2011

Obwohl die Party im Zelt gestern sehr lange gedauert hat und auch richtig gut besucht war hielt das am Freitagmittag nicht wenige davon ab bei der jungen deutschen Band PHOBIATIC pünktlich vor der Bühne zustehen. Diejenigen wurden dann auch belohnt mit feinem technischen Death Metal der durchaus zu überzeugen wusste.

Die Schweizer AMAGORTIS gehen da schon derber und grober zur Sache. Brutal Death mit sehr tiefen gutturalen Gewürge und einer Menge Gore und Slam Einlagen. Teilweise richtig schön primitiv und sicher nichts für schwache Nerven. Also genau das Richtige zum wach werden und um seine müden Knochen zu sortieren.

Fast in dieselbe Richtung prügeln PUTRIDITY aus Italien und erfreuen alle die gerne Hände wedelnd im Kreis rennen. Gerade die fetten Slam-Parts kommen bei dem lauffreudigen Fans besonders gut an. Auch bei dieser Band sollte man Fan sein vom straight in die Fresse Geballer!

Die Polen NUCLEAR VOMIT ziehen deutlich viel mehr Publikum vor die Bühne und werden auch sehr gut ab gefeiert. Sie treffen musikalisch das Bree-Motto dieses Festivals bis jetzt am heutigen Tag am deutlichsten. Zwei durch geknallte Sänger die sich abwechselnd mit Pig-Screams und tiefen guttural Gekotze an brüllen und die brachialen Mosh/Slam-Parts sind die Garantien für eine ausgelassene Party. Aber irgendwie hat es das schon alles gegeben musikalisch und selbst das blutverschmierte Kittel-Outfit von den Musikern kennt man schon von anderen und vor allem bekannteren Bands. Fazit.. nicht besonders originell aber der Mob tobt.

”Pandemia”

Danach wirken PANDEMIA aus der Tschechischen Republik von Stageacting her wie auch musikalisch mit ihrem vorhersehbaren Death Metal sehr fade und unspektakulär. Auch die Fans ziehen reihenweise ab von der Bühne und die Band tut einem schon wieder leid das sie fast einen privaten Gig hinlegen muss.

Bei den schwedischen FACEBREAKER kam jetzt etwas mehr "Melodie" und noch viel mehr schwerer Groove mit ins Spiel. Das ganze wurde noch mit etwas Old School "Feeling" aufgepeppt und FACEBREAKER konnte auch die jüngeren Fans durchaus auf ihre Seite ziehen. Der Circle-Pit war auf alle Fälle sehr amtlich und auch viele im Hintergrund ließen ihre Matten kreisen zum schweren Sound der ein wenig an BOLT THROWER angelehnt ist.

”Facebreaker”

Ich fand das war mal die richtige Abwechslung und die spielfreudige Band machte ihrem Namen auch alle Ehre!!! Solche Bands sollten eigentlich öfters hier spielen. Gerade BOLT THROWER würden hier den Acker mehr als platt planieren. Ääähh..ja das wollte ich hier nur mal persönlich los werden ich hoffe die werden mal fürs Death Feast gebucht. Hüstel...“Death Feast Veranstalter bitte übernehmen sie!“

Wieder voll auf die Kauleiste hauen DEPRESSION aus unserem Lande. “Rülps, Kotz, Grind“ mit vielen Grooves und mit der Attitüde “Stumpf ist Trumpf“. Das ist zwar auf die Dauer sehr eintönig, aber bei den Jungs kommt das irgendwie so relaxt aus der Hüfte geschossen, dass es schon wieder Spaß macht. Zwar waren die Zuschauer vor der Bühne merklich verschwunden und auch kaum jemand wollte so richtig im Kreis rennen, aber mit "I Spit In Your Grave" konnten sie wieder einige Leute mehr vor die Bühne ziehen.

Die Holländer DISAVOMEND konnten mit ihrem Super Brutal Extrem Death Metal den Acker auf dem Festivalgelände wieder prächtig füllen. Denn größten Anteil für ihren mitreißenden Gig hatte ihr völlig ausrastender Sänger Robbe Kok. Der positiv Bekloppte filmte mit seinem Handy das ausrastende Publikum und röhrte dabei alles in Grund und Boden. Sprang in den Fotograben und feuerte die Fans immer weiter an.

”Disavomend”

Dann sprang er in die Menschenmenge und ließ sich auf Händen ein paar Runden durch den Circle Pit tragen. Dabei filmte und kotzte er munter immer weiter. Immer mehr Leute rannten im Mosh Pit begeistert mit und dasselbe tat ein wenig später auch der nicht müde werdende Sänger. Einmal wurde er auch auf dem Rücken eines Fans mit genommen. Das war natürlich für alle Beleidigten ein Riesen Fun und DISAVOMEND dürften sich hier viele Freunde gemacht haben zumal auch die Begleit Musik dazu mehr als Arsch trat!!

Auch zu einem großen Circle Pit luden die Russen KATALEPSY ein, mit modernem Death, fiesen Blast und sehr vielen Slam-Einlagen ging es mehr als munter weiter. Damit traten sie natürlich bei dem Death Feast Publikum offene Türen ein. Während des ganzen Gigs gaben hunderte Kilometergeld im Pit und es entlud sich eine großartige Stimmung.

”Katalepsy”

Ich hatte mit der Band wirklich noch nix zu tun, leider war ich vor zwei Jahren nicht auf diesem Festival, denn dann hätte ich sie auf meinem Plan gehabt. Aber irgendjemand erwähnte das der quirlige und Übels tief brüllende Sänger wohl neu ist. Der Junge war auf alle Fälle eine gute Wahl, auch wenn ich den Sänger davor nicht kenne und ihn damit nicht vergleichen kann. Aber unterm Strich beide Daumen hoch für die prächtig aufspielenden Russen!

Die schwedischen Death Metal Veteranen VOMITORY leiteten ein kleinen Generationswechsel ein und zelebrierten live ca. 20 Jahre Treue zum Brutal-Schweden Tod, der so herrlich oft gespickt ist mit dreckigen Blast Beats und Panzer-Grooves, sodass man das "böse Wort" Melodie gleich vergessen konnte. Technisch über jeden Zweifel erhaben, aber trotzdem eingängig und straight auf die Murmel, feuerten der Vierer aus Schweden ein wahres Old School Blast Death Metal Gewitter ab.

”Vomitory”

Jetzt hieß es nur noch Kopf einziehen (oder besser Propeller-Banging) und aus allen Instrumenten wird megascharf geschossen. Songs wie "Hollow Retribution" und das alles nieder schmetternde "Terrorize, Brutalize, Sodomize" prasselten auf das staunende und aufgedrehte Publikum nieder und "Chaos Fury" beendeten einen mörderischen Gig!

Das PESTILENCE dafür stehen, technisch sehr anspruchsvollen Death/Thrash Metal zu frönen, ist ja durchaus bekannt und das belegen ja auch eigentlich alle ihre Veröffentlichungen. Dass sie dieses auch live umsetzen können, haben sie schon einige Male bewiesen. Auch hier hätte es so kommen können, wenn der Sound nicht so drucklos und zerfahren rüber gekommen wäre und nicht die filigrane Gitarrenarbeit völligst im Matsch untergegangen wäre.

”Pestilence”

So konnte man nur gebannt auf die Finger-Akrobatik der Musiker schauen, auf ihren 8-saitigen-Gitarren und dem 5-saitigen Bass. Vom Stageacting war es auch nicht gerade unterhaltsam und nur der Bassist mit der ääh ...seltsamen Frisur brachte etwas Bewegung in den Gig. Ich liebe PESTILENCE-Scheiben, natürlich die alten (bis auf “Sphere“) und die beiden Neuen, aber live konnte mich das nicht überzeugen. Gähn!

Letztes Jahr wurden GRAVE, als sie gerade einen fantastischen Gig hinlegten, hier auf dem Death Feast Festival der Strom abgedreht und die Band war darüber wohl so sauer, das sie dieses Jahr noch mal hier auftreten durften. Dieses Jahr sogar mit einem Special-Set der es wirklich in sich hatte. Sie spielten ihr komplettes Debüt-Album "Into The Grave" durch, anlässlich zum zwanzigjährigen Jubiläum!

”Grave”

Klasse Sache kann ich da nur sagen und GRAVE boten eine mitreißende Performance mit der Unterstützung vom DISMEMBER-Bassisten, der optisch auch noch Akzente setzte. Doch bevor das Hammer-Album durch geprügelt wurde, verarzteten uns GRAVE noch mit Old School Death Metal Perlen wie der Kracher "You`ll Never See", "Bullets Are Mine", "Christianity", und natürlich der Göttersong "Soulles" (Gänsehaut pur)! Das war wirklich ein mehr als gelungener Auftritt der Schweden, die einfach nur noch abgefeiert wurden. Echt verdammt fett und der Tagessieg ging an GRAVE!!!

Danach kam natürlich der letzte Abschuss im Partyzelt mit viel Bree (was auch sonst) und wildem Rumgetrampel auf dem Holzboden und Musik aus der Dose. Schön zu beobachten, das auch noch viele das Headbangen zu schätzen wissen. Ha!
Story und Fotos:
Carsten Bahr

05.09.2011 by Gisela

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05.09.2011Death Feast Open Air 2011: Hünxe - Schwarze Heide - Tag 1(Bericht: Musik)

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