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Michael A. Stackpole: Der Kampf um die alte Welt

Die Welt gerät aus den Fugen. Jorim ist auf einem fernen Kontinent gestrandet, dessen Einwohner ihn für einen Gott halten, Keles wurde von Dynast Pyrust gefangen genommen und Nirati... Nun ja, ist sie nun tot, oder lebt sie tatsächlich in einer Zwischenwelt? Das Schicksal der Anturasi-Geschwister ist jedoch nicht das einzige, was in der alten Welt im Argen liegt. Eine unheimliche Bedrohung steigt im Süden auf, der Naleni-Herrscher Cyron steht von vielen Seiten unter Druck und all seine Helden sind verschollen, gefangen oder scheinen sich gegen ihn verschworen zu haben. Das Gleichgewicht der Dynastien droht zu zerbrechen...

Nach der Lektüre von Das verlorene Land war klar, dass ich mir früher oder später auch die Fortsetzungen zu Gemüte führen musste - Zuviel blieb offen am Ende des ersten Teils der "Saga um die alte Welt". Zudem mache ich ja keinen Hehl um meien Verehrung für den Autor Michael A. Stackpole und seine Kunst.

Nimmt man Der Kampf um die alte Welt und vergleicht es mit seinem Vorgänger, dann fällt eines schnell auf: Stackpole schafft es in der Fortsetzung, seine Geschichte noch komplexer zu gestalten, ohne sich zu verzetteln. Auf unzählbaren Erzählebenen verfolgt er die Erlebnisse der einzelnen Protagonisten, schwingt bei einem wichtigen Charakter (Moraven Tolo) sogar in die Ego-Perspektive um, und erschafft durch diese vielschichtigen Handlungsstränge eine umfangreiche Geschichte um Liebe und Verrat, Krieg und Politik, Realität und Illusion... Und noch vieles mehr.
Ein kleiner Nachteil liegt natürlich in dieser Struktur: Oftmals hat man seine favorisierten Charaktere und Handlungsstränge, von denen man gerne viel lesen würde. Wenn man allerdings nur alle 6-8 Kapitel wieder zu ihnen zurück kehrt, muss man manchmal den Faden erst wiederfinden. Aber auch hier schafft es der Autor überraschenderweise, nur selten kleinere Verständnisschwierigkeiten beim Leser aufkommen zu lassen.

Ein weiterer wichtiger Faktor in diesem Buch sind Magie und Mystik, welche im ersten Teil noch eine untergeordnete Rolle spielten. Hier präsentiert Michael A. Stackpole einen sehr interessanten Stil, der aber wahrscheinlich auch manchem Leser nicht so schmecken wird. Wenn zum Beispiel einige der Helden durch das magieversuchte Land Ixyll reisen, werden die Beschreibungen dessen, was sie erleben, immer wieder recht abstrakt, ein Faktor den der Autor bei den meisten magischen Ereignissen in sein Schreibwerk mit einbringt. Dies schafft er oftmals auf sehr packende Art, mitunter sind die Beschreibungen aber auch so schwer greifbar, dass das Lesen unnötig anstrengend wird.

Insgesamt macht Michael A. Stackpole bei Der Kampf um die alte Welt dennoch wieder einen fantastischen Job. Nur wenige Autoren schaffen es, auf sovielen Handlungs- und auch Stilebenen eine in sich schlüssige und stets mitreißende Geschichte zu erzählen wie Michael. In meinen Augen ist er ein Meister seines Faches. Allerings empfehle ich denjenigen unter euch, die nun vielleicht neugierig geworden sind, in jedem Fall mit dem ersten Band Das verlorene Land einzusteigen. Nicht nur, dass man sonst viele Aspekte jener Saga verpassen würde, auch für das Verständnis von Der Kampf um die alte Welt dürfte das hilfreich sein. Zwar hat der Autor die Fortsetzung grundsätzlich so verfasst, dass wichtige Ereignisse aus dem Vorgänger kurz erklärt werden, aber das natürlich immer nur auf die knappest mögliche Art.

Der Kampf um die alte Welt hat mich - wie sein Vorgänger - in den Bann gezogen, dieser Epos ist jetzt schon einer der besten im Fantasy-Sektor, die ich bis dato lesen durfte. Den dritten und letzten Teil Die neue Welt werde ich euch dann in ein paar Wochen vorstellen.

Veröffentlicht: 03. Mai 2010
Verlag: Heyne
Umfang: 685 Seiten
Preis: 9,95 Euro (Taschenbuchausgabe)
ISBN: 978-3-453-52700-3

Cover

31.03.2011 by Otti

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Weitere Beiträge zu Michael A. Stackpole:

13.04.2011Michael A. Stackpole: Die neue Welt(Rezension: Literatur)
18.02.2011Michael A. Stackpole: Das verlorene Land(Rezension: Literatur)

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