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Reptyle: Corruption

Totgesagte leben länger? wer weiß, aber es ist faszinierend wie sichmanche Kreise schließen. Ich kann mich noch vage dran erinnern, wie ich seinerzeit bei der Rezension zu Consequence gehofft habe, vielleicht doch nochmal irgendwann mehr von Reptyle zu hören, hielt ich diese Band doch für hochgradig talentiert. Hoffnung hatte ich dahingehend indes ehrlich gesagt nicht, schien es um die Combo doch eher ruhig geworden zu sein. Nun, gute drei Jahre nach meiner Review und vier Jahre nach besagtem Album, melden sich die Gothrocker wieder zurück und haben eine brandneue EP am Start, nachdem sie bereits im vergangenen Jahr schon wieder verstärkte Livepräsenz gezeigt haben - wie ein Blick auf die Website der Band verrät.

Corruption heisst der sechs Tracks umfassende neue Tonträger. Ein Unterschied fällt sofort deutlich ins Ohr: Wurde Consequence noch sehr vom Keyboard mitgeprägt, haben diese auf Corruption maximal noch unterschwelligen Charakter - wenn überhaupt. Gitarren und Bass bestimmen den Sound und sorgen für einen noch erdigeren, noch knackigeren Klangtempel, durch den sich Melodien und Gesang winden. Auf ellenlange Intros wird weitestgehend verzichtet. Reptyle scheinen schneller auf den Punkt kommen zu wollen als früher, die Quintessenz der Musik herauskitzeln.
Als Abstrich muss man da natürlich anmerken, dass der besonders atmosphärische Aspekt der letzten Scheibe dadurch natürlich auch verloren geht, zumal die Band auf Corruption auch ein wenig das Tempo anzieht. Wer die spärische Schwermut auf Consequence geliebt hat, könnte von der aktuellen EP mitunter enttäuscht sein.

Für sich genommen aber würde das wohl niemandem auffallen. Songs wie Miss Anthropy oder der schwungvolle Opener Lost in 95 wirken spritzig und unbefangen, ohne dabei die dunkle Basis zu vernachlässigen, welche dem Goth Rock seine Daseinsberechtigung verleiht. Mit Corruption haben Reptyle zwei Dinge eindeutig geschafft: Sie haben meine Aufmerksamkeit zurückgewonnen und mir persönlich liegt der neue Sound sehr gut im Ohr. Wenn es da draußen auch einigen anderen so geht, dann dürften die Bielefelder wohl in nächster Zeit wohl einen ordentlichen Aufschwung mitbekommen.

Trackliste:
01. Lost In 95
02. Heroes Of The Working Dead
03. Fake Your Death
04. Into Her Desert
05. Miss Anthropy
06. Damned Again

Veröffentlichung: 11.02.2011
Stil: Gothic Rock
Label: Équinoxe Records
Website: www.reptyle.de
MySpace: www.myspace.com/reptylemusic

Cover

08.02.2011 by Otti

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