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Need for Speed: Hot Pursuit

Der Asphalt flimmert. Motoren heulen auf. Du schaust in den Rückspiegel, blickst neben dich... Heute sind viele zum Rennen erschienen! Dann das Startsignal - Vollgas! Das Rennen hat begonnen, du setzt dich gleich an die Spitze, auch wenn der Kerl neben dir noch versucht hat dich abzudrängen. Geschickt und mit ordentlich Bleifuß schlängelst Du dich durch den Verkehr, der Sieg scheint sicher... Doch dann siehst Du im Rückspiegel Sirenen! Die Cops haben Wind von eurem illegalen "Spiel" bekommen, einen von deinen Mitstreitern haben sie bereits erwischt. Nun heißt es nicht nur, das Rennen gewinnen, sondern auch zu entkommen! Du zündest den Turbo und hältst die Strasse im Visier...

Need for Speed: Hot Pursuit ist der neueste Ableger einer der beliebtesten und erfolgreichsten Rennspiel-Reihen überhaupt - Kenner werden hierüber wahrscheinlich noch viel mehr zu berichten wissen als ich selbst. Denn eines muss ich gleich gestehen: Ich war nie ein großer Fan virtueller Autorennen. Der Grund dafür liegt aber weniger in der Qualität dieser Spiele oder dem Spielprinzip an sich, als darin, dass ich selten mit der Steuerung zurecht komme. Und soviel sei vorweg genommen: NfS: Hot Pursuit hat mich in dieser Hinsicht positiv überrascht. Aber dazu später mehr.

Gameplay

Hot Pursuit bietet ein Spielelement, was Fans der Reihe bei den letzten Teilen wohl offenkundig vermisst haben: Verfolgungsjagden. Hierbei hat man die Möglichkeit, sich entweder auf die Seite der illegalen Rennfahrer oder aber auf die der Ordnungshüter zu schlagen, wobei man für beide eine separate Karriereleiter erklimmt. Welcher Partei man sich anschliesst kann man aber von Rennen zu Rennen entscheiden, bzw im Einzelspieler gibt es für beide Seiten spezielle Events, aus denen man wählen kann.
Solche Missionen gestalten sich vielseitig: Mal muss man als Raser den Cops entkommen, mal muss man gegen andere Racer gewinnen. Als Cop gilt es zum Beispiel, die Gesetzesbrecher zu stellen oder aber ein neues Spezial-Einsatzfahrzeug in einer bestimmten Zeit von a) nach b) zu fahren, ohne es zu beschädigen. Die Aufgaben sind nicht unbedingt ein Inbegriff kreativen Gamedesigns, aber durch verschiedene Variationen (z.B. die zur Verfügung stehenden Spezialattacken und immer neue Autos) entsteht subjektiv das Gefühl von angemessener Abwechslung. Allerdings offenbart sich hier auch eine der wenigen Schwächen von NfS: Hot Pursuit: Zwar sind die Missionen dem eigenen Fahrerlevel angepasst, der Schwierigkeitsgrad schwankt aber von "zu einfach" bis "fast nicht zu schaffen".

Je nachdem, wie gut man sich in einem Rennen bzw einer Mission schlägt, bekommt man sogenanntes Kopfgeld, mit dem man eben entweder als Raser oder auch als Cop Stufen (bis zum Höchstlevel 20) aufsteigt. Die Menge des erhaltenen Kopfgeldes hängt von vielen Faktoren ab, so natürlich welche Platzierung man im Laufe eines Events erreicht oder wieviele Raser man stellt. Aber auch der eigene Fahrstil, geschaffte Erfolge usw bringen hier Boni.
Erreicht man eine gewisse Anzahl an Kopfgeld-Punkten steigt man eine Stufe auf und schaltet so neue Aufgaben frei. Aber auch der eigene Fuhrpark erweitert sich hierdurch stetig. Bei bestimmten Mengen Kopfgeld gibt es neue Autos und gelegentlich auch Verbesserungen der eigenen "Waffensysteme".

Auf den Straßen von Seaquest County (dem fiktiven Land in dem Hot Pursuit spielt) stehen uns nämlich nicht nur haufenweise schnelle Autos zur Verfügung, sondern auch ein paar "Spezialattacken". So können sowohl Cops als auch Racer Nagelbänder abwerfen, um nachfolgende Fahrzeuge zu beschädigen, oder mit einer EMP-Schockwelle die Elektronik vorausfahrender Fahrzeuge durcheinanderbringen. Raser können zudem einen Turbo schalten oder sich mit einem Störsender für ihre Gegner unsichtbar machen, während die Cops Straßensperren oder Helikopter anfordern können, um mit diesen Mitteln die Heizer zu stoppen. Mit zunehmendem Level werden diese Systeme zudem effektiver.

Technik

Bei all dem präsentiert sich das neueste Need for Speed ausgesprochen attraktiv, soweit ich das beurteilen kann. Ich habe wie gesagt aufgrund bisheriger Abneigung keine ausgeprägte Rennspielerfahrung und somit keine großen Vergleichsmöglichkeiten, aber die Grafik wirkt beeindruckend realistisch, die Schadensmodelle bei zunehmendem Fahrzeugverschleiß können sich sehen lassen, und besonders in Crashszenen macht die Optik ordentlich Action.
Auch die Strecken präsentieren sich was die Umgebungsgestaltung angeht abwechslungsreich. Hinzu kommen verschiedene Witterungsverhältnisse und Tageszeiten, die den Realismusgrad natürlich noch verstärken und zudem auch das Fahrgefühl entsprechend beeinflussen.
Abgerundet wird dies standesgemäß durch einen kraftvollen Soundtrack mit vornehmlich flotten Songs, die dazu einladen aufs, Gaspedal zu drücken. Künstler wie 30 Seconds o Mars, Bad Religion oder Weezer sind halt prädestiniert, um dem gemeinen Raser noch zusätzlich Feuer unterm Hintern zu machen.

Ausstattung

Etwas durchwachsen fällt das Urteil aus, wenn es um die Ausstattung geht. Wie von einem Need For Speed nicht anders zu erwarten, bietet Hot Pursuit einen riesigen Fuhrpark an lizensierten Autos verschiedenster Marken und Typen. Egal ob diverse Porsche, Lamborghini oder einen fetten Audi TT, ständig schaltet man neue heiße Schlitten frei, die sich nicht nur in Optik, Beschleunigung und Höchstgeschwindigkeit unterscheiden, sondern tatsächlich auch vom Handling her unterschiedliches Fahrgefühl bieten und je nach Streckentypus anders reagieren. So sollte man Sportwagen nicht unbedingt auf Offroad-Strecken lenken, da es ihnen hier schnell mal an Bodenhaftung fehlt.

So schön dieser stets wachsende Fuhrpark auch sein mag, vielen Rennspiel-Fans wird wohl sauer aufstoßen, dass man hier rein gar nichts an den Karren verändern kann. Tuning ist nicht vorgesehen, aber auch die Optik der Autos lässt sich nur bedingt beeinflussen. Die Fahrzeuge der Cops sind immer in den typischen Ami-Polizeifarben gehalten, den Racer-Autos kann man halt von Event zu Event verschiedene Lackierungen geben - immer einfarbig und das Ganze stark begrenzt. Die eigenen Fahrzeuge aufmotzen geht also nicht, auch eine zusammenhängende Story hat man sich gespart.

Onlinespiel

Neben den Einzelspieler-Aufgaben kann man Need for Speed: Hot Pursuit natürlich auch online gegen reale Mitstreiter spielen. Hierbei hat man die Option, sich einem schnellen Spiel mit fremden Leuten anzuschliessen, ein eigenes Spiel mit Freunden zu starten, oder aber auch gemeinsam mit den Freunden in andere Partien einzusteigen. Ob man dabei Cop oder Raser sein will, kann man von Runde zu Runde entscheiden, wobei natürlich immer mindestens ein Raser im Spiel sein muss... Bullen haben ohne Bösewichte halt nix zu tun.
Erfreulich ist hierbei, dass die Karrieren offline und online zusammenhängen. Kopfgeld und Level, die man sich im Einzelspieler erarbeitet hat, Autos die man sich so freischalten konnte - all das steht dann auch im Mehrspielerpart zur Verfügung und umgedreht.

Sich Freundeslisten aufzubauen gestaltet sich angenehm einfach, allerdings vermisst man schnell eines ganz stark: Ein Chatsystem. Die Kommunikation mit anderen Spielern ist im Spiel (ohne Teamspeak) schlicht nicht möglich.

Richtig nett ist zudem die sogenannte Autolog-Funktion. Dabei handelt es sich um ein System, welches die Bestleistungen aller Freunde mitschreibt und uns unter die Nase reibt. Wenn ich also im Offline-Modus ein Event auswähle, erzählt mir das Spiel mit einer Rangliste, wie meine Freunde bisher bei dieser Aufgabe abgeschnitten haben. Da alle anderen natürlich besser sind als ich, habe ich immer einen zusätzlichen Anreiz, das jeweilige Event nochmal und nochmal zu spielen, bis ich vielleicht doch irgendwann mal irgendwo auf Platz 1 stehe.

Fazit

Alles in allem muss ich sagen, Need for Speed: Hot Pursuit überzeugt über nahezu die volle Distanz. Kleinere Mängel und Störfaktoren (wie z.B. die ständig erforderliche Internetverbindung) lassen sich ohne weiteres verschmerzen, da das Spiel insgesamt ordentlich Spaß macht und über eine ausgesprochen ausgeprägte Langzeitmotivation verfügt. Ich persönlich habe recht schnell ins Spiel hineingefunden und konnte erste kleine Erfolge verbuchen, dennoch aber muss man ordentlich Erfahrung sammeln um wirklich gut in den Rennen abzuschneiden. Need for Speed: Hot Pursuit hat mir das Genre wieder richtig schmackhaft gemacht, das alleine schon macht das Spiel zu einem Glücksgriff.

Tops Flops
+ Spieleinstieg einfach
+ Spiel meistern fordert Geduld
+ Simple und eingängige Steuerung
+ Viele heiße Originalschlitten
+ Hohe Langzeitmotivation durch zahlreiche Stufen und Belohnungen
+ Autolog-System reizt ebenfalls
- Keine Story, kein Tuning
- Schwierigkeitsgrad im Singleplayer eher unausgeglichen
- Spielabstürze bei schwacher Internetverbindung

Daten

Genre:Autorennen
USK:12 Jahre
Plattformen:PC (getestete Version), PS3, XBox 360, Wii
Entwickler:Criterion Games
Vertrieb:Electronic Arts
Mehrspieler:Online-Modus (2-8 Spieler)
Screenshots:Von EA
Veröffentlichung:18. November 2010

Systemanforderungen PC

Betriebssystem: Windows XP, Windows Vista, Windows 7
Prozessor: Intel Core 2 Duo 1,8 Ghz oder AMD Athlon X2 64 2,4 GHz
Arbeitsspeicher: 1,5 GB (XP) / 2 GB (Vista/Windows 7)
Grafikkarte: 256 MB Direct X9.0 oder höher
Festplatte: 8 GB freier Speicher
Internet: Anbindung für Installation und Spiel erforderlich

Websites:

Need For Speed Website
Electronic Arts

30.01.2011 by Otti

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