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Sava: Metamorphosis

2008 war für die Musiker von Schandmaul ein sehr erfolgreiches Jahr. Nicht nur, dass sie im Frühjahr ihr sechstes Album, „Anderswelt“, herausbrachten und es damit auf Platz acht der Media-Control-Charts geschafft haben. Daneben haben sie, während sie gerade durch die Lande getourt sind, auch am 14. November dieses Jahres mit jeder Menge Fans ihr 10-jähriges Bandjubiläum im Münchner Zenith gefeiert. Und vier Jahre nach dem Debüt „Aire“ erschien mit „Metamorphosis“ endlich ein weiteres Album des Solo-Projekts Sava von Birgit und ihrem langjährigen Freund von Faun, Oliver SaTyr.

„Metamorphosis“ ist tatsächlich ein passender Titel für dieses wandlungsfähige Werk. So beginnt das Album schwungvoll mit „Caravane“, einer bodenständigen Dudelsack-Melodie und einem Rhythmus, zu dem angeblich auch schon Tonmeister das Tanzbein schwangen, doch der Vanitas-Gedanke des Barock und die dramatische Dichtung eines unter dem Pseudonym „Ceiriog“ schreibendem Waliser sind ihm schwer auf den Fersen. Erst mit dem an ein schwedisches Volkslied angelehnten „Uti Var Hage“ kommen wieder fröhlichere Töne auf, ehe ein kleines Highlight folgt: „Hurlyburly“. Hier wurden einige Teile von Birgits Seminararbeit für die Besetzung Kammerorchester und Altblockflöte verwendet, erscheinen aber mit Dudelsack und Bouzouki in einem ganz anderen Gewand. Erst noch sehr ruhig und gemächlich, entwickelt sich ein erbitterter Kampf auf Leben und Tod.
Nach diesem Sturmangriff wird dem Hörer sephardisches Liedgut näher gebracht. Besonders beeindruckend ist hier neben Birgits wie immer hervorragendem Gesang die Altblockflöte in „La Rosa“, einem klassisch anmutendem Stück, das eindrucksvoll unter Beweis stellt, dass Blockflöten ihren schlechten Ruf als reines Anfängerinstrument völlig zu Unrecht haben.
Bevor wir uns dann nochmal den Dichtungen Ceiriogs auf eine fröhlichere Art und Weise als noch bei „Ar Hyd Y Nos“ zuwenden, machen wir ein Abstecher auf die Grüne Insel, die ja seit jeher bekannt für bezaubernde Melodien ist, so auch „Eilean“, das vor allem im zweiten Teil zeigt, dass sie trotz des Hangs zur Dramatik eigentlich doch ganz lebensfrohe Menschen sind.
Zuviel Fröhlichkeit auf einmal geht dann aber doch nicht, denn das irische Volkslied „Winter's Eve“ erzählt mit ordentlich Dramatik die Geschichte einer jungen Frau, die vom Vater verlassen mit ihrem Kind in einer kalten Winternacht stirbt, oder anders ausgedrückt, eine Metamorphose durchlebt. Doch ehe der Hörer sich diese Geschichte zu Herzen nehmen kann, wird er von Birgit und Oli noch zu einem letzten Tanz unter schwedischen Linden geladen, ehe er wieder – vielleicht auch ein wenig verwandelt - in den Alltag entlassen wird.

Natürlich griffen nicht nur Oliver und Birgit zu den Instrumenten, sondern es wurden auch andere bekannte Gesichter, wie Stefan Klug von Fiddler's Green und Rüdiger Maul von Faun, mit ins Boot geholt, um sich auf die Reise zu begeben. Insgesamt ausgereifter als noch „Aire“, findet man hier eine Folkscheibe, die gerade von der Abwechslung und Wandelfähigkeit lebt, ohne zusammengewürfelt zu erscheinen. Die Metamorphose ist ihnen gelungen!

Tracklist:

01. Caravane
02. Stances
03. Ar Hyd Y Nos
04. Uti Var Hage
05. Hurlyburly
06. El Rey de Mundo
07. La Rosa
08. Eilean
09. Tros Y Gareg
10. Winter's Eve
11. En Dans Runt Linden

Veröffentlichung: 07. November 2008
Label: Banshee Records/KOM 4 Medien
Sava – Homepage

Cover

31.12.2008 by Sijaita

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