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Interview (Musik)Blättern: Vorheriger Artikel | Nächster Artikel

Wynardtage

Das Interview mit Kai Arnold (Wynardtage/Sensogen/X-Cem) war das Erste, was ich via Chat geführt habe. Vorteil an der Sache ist ganz einfach, daß die Interaktion ähnlich einem persönlichen Interview ist, man gleichzeitig besser reflektieren kann, was man da eigentlich gerade von sich gibt. Natürlich ist es noch schöner, das Gesicht und die Gesten des Gegenübers zu sehen, aber auf die Entfernung ist das doch mal ne nette Lösung. ;)
Danke an Kai für das tolle Interview und die Zeit die er sich genommen hat!

Otti:
Du hast es ja gerade schon angedeutet, die erste CD-Veröffentlichung von Wynardtage liegt über ein halbes Jahr zurück. Gibt es Pläne für eine neue CD?
Kai:
Wir stehen kurz vor der Veröffentlichung einer Split - CD - Wynardtage meets Acylum, dort habe wir zusammen ein Stück produziert und in je eine eigene Version gepackt, dazu gibts von jedem ungefähr 6 exklusiv Titel - werden also mindestens 14 Titel auf der CD vorhanden sein. Im Oktober wird dann meine neue CD "Evil Mind" erscheinen (ist auch schon zu 99% fertig).


"Ich versuch neue Acts langsam aufzubauen, sei es durch Remixes oder durch Samplerbeiträge."

Otti:
Und was wird die Fans dabei erwarten? Bleibt stilistisch alles beim Alten, oder hast Du etwas neues entwickelt?
Kai:
Ich denke gerade die Wynardtage Titel (auf der Split CD) sind noch mehr für die Tanzfläche ausgerichtet, was bei Acylum eh der fall ist. Viele Titel auf der EP sind komischerweise neuer, als die fürs nächste Album - Ich denke die Sache wird ganz gut laufen.

Otti:
Mh, das kann ich bestätigen, die "Waste of Time" ist ja noch sehr ruhig gehalten und nicht so sehr aufs Tanzen ausgelegt. Wobei man deutlich merkt, daß Du deine Erfahrungen als Techno-DJ gut verarbeitet und teils geniale Beats produziert hast, die durchaus Tanzpotential beinhalten. Was hat dich eigentlich dazu bewegen, dich der eher düsteren EBM/Industrial-Musik zuzuwenden?
Kai:
Die technoiden Sounds waren mir auf Dauer zu eintönig, irgendwann hörte ich dann zufällig ein Tape von Suicide Commando...

Otti:
Deren Einfluß man auch ein wenig in deiner Musik wiederfindet. Aber verbindet dich außer der Musik noch mehr mit den schwarzen Gestalten? Und welche Bands haben dich ansonsten geprägt und beeinflußt?
Kai:
Also, ich kleide mich nun nicht gerade szenetypisch. Ok, depressiv bin ich manchmal schon ein wenig... Ja gut, Wumpscut und Hocico haben mich musikalisch schon beeinflusst... Ansonsten mag ich sehr gerne The Cure. Ich höre im Moment wenig szenetypisches...

Otti:
The Cure? Das hätte ich gerade mal nicht gedacht. Würdest Du dich da an einen Remix wagen?
Kai:
D'Avantage wollte zuletzt "Cold" neu auflegen (gibt ja schon ne Version von dnt), aber weiß nicht so recht. Ich glaube nicht... Obwohl mir eher die unbekannteren Sachen von The Cure gefallen. Vielleicht irgendwann... Liegt ja auch keine Anfrage dafür vor! *lach*

Otti:
Hm... Vielleicht kann ich da ja was regeln. ;) Nee, Spaß... Was die Depressionen angeht, ich denke die gehören zur menschlichen Natur. Darf ich fragen wo die Probleme derzeit liegen?
Kai:
Im Moment gehts mir eigentlich gut. Es gab zuletzt mal ne Phase wo ich mir mehr Unterstützung von X-Cem Members oder meinem Vertrieb gewünscht hätte...
Leider bekommt man auch ab und zu Neid und Missgunst anderer Leute zu spüren, was nicht sehr schön ist. Ansonsten würde ich mir noch mehr Feedback von den Hörern da draussen wünschen.

Otti:
Ich stell mir das auch recht schwierig vor. Du hast mehrere Musik-Projekte, ein eigenes Label, mit aber doch noch eher unbekannteren Acts. Ist ziemlich hart sich da in der Szene durchzusetzen, oder?
Kai:
Naja, ich versuch neue Acts langsam aufzubauen, sei es durch Remixes oder durch Samplerbeiträge. Die Gruppe La Magra kam zuletzt sehr gut an. Der nächste Schritt ist dann das Debütalbum "Music for the Living Dead" was im Mai erscheint. Mit D'Avantage ist natürlich ein immer noch sehr bekannter Act zu uns gestossen, und ich bekomme im Moment auch sehr viele Anfragen von Bands, die gerne mit uns zusammenarbeiten möchten.

Otti:
Das klingt doch schonmal nicht schlecht. Und bei solch guter Musik unterstütze ich natürlich auch gerne, wie z.B. mit diesem Interview. Hast Du dir denn Ziele gesetzt, was Du mit X-Cem noch erreichen willst?
Kai:
Ich will reich und berühmt werden! Nein, soweit denke ich nicht voraus. Wir sind alle so eine Art Freundeskreis. Ich verdiene mit X-Cem ja auch kein Geld... Ich glaube Akzeptanz in der Szene ist mir sehr wichtig.
Shit, gibts das Wort Akzeptanz?
*lach*

Otti:
In dem Zusammenhang interessiert mich auch noch ein anderes Thema. Als Musiker und gleichzeitig Betreiber eines eigenen Labels, wie siehst Du das Thema MP3s/Musikdownloads. Denkst Du das schadet nur, oder siehst Du darin auch eine Möglichkeit, daß mehr Leute auf euere Musik aufmerksam werden?
(Ja, das gibts, auch wenns wenige Leute kennen ;))
Kai:
Diese Frage wurde mir zuletzt sehr häufig gestellt. Ich glaube solche Portale wo eher unbekannte Bands ihre Musik vorstellen bzw. zum Download bereitstellen können sind gar nicht so verkehrt. (Um ehrlich zu sein, das Thema interessiert mich nicht so sehr) die Menschen haben nun mal die technischen Voraussetzungen geschaffen, jetzt muss man auch mit solchen Nebeneffekten zu recht kommen...

Otti:
Okay, kommen wir zu einer Frage die auch nicht so ungewöhnlich sein dürfte, aber Fans und Musikbegeisterte immer interessiert. Wie entwickelst Du Deine Musik? Wie schreibst Du deine Tracks? Und welche Technik benutzt Du?
Kai:
Mit einem PC kann man heutzutage ne Menge anfangen, dazu noch ein paar Analoge Gerätschaften, und fertig ist der erste Wynardtage-Titel. Bevor ich mir über lyrische Inhalte Gedanken mache, muss erstmal die Musik oder der Titel fertig sein. Die Vocals nehm ich entweder in meinem kleinen bescheidenen Studio auf, oder direkt im Echorausch Studio (wo Bands wie Feindflug, Cyborg Attack, D'Avantage, Supreme Court und wie sie alle heißen zugange sind).
Textmäßig lass ich mich meistens von meiner eigenen Vergangenheit inspirieren.

Otti:
Was hat dich denn dazu bewogen, gleich zwei eigene Projekte zu machen? Ich meine Wynardtage und Sensogen, die sich musikalisch natürlich schon unterscheiden, aber hättest Du das nicht auch unter einem Namen veröffentlichen können?
Kai:
Sensogen gab es ja schon vor meiner Wynardtage-Zeit. Im Moment produziere ich (wenn ich die Zeit dafür finde) mit Zensogen eher (nenn ich mal Vergangenheitsbewältigung) technoide Sachen. Das würde also gar nicht mehr zusammen passen.

Otti:
Nun noch eine allgemeine Frage: Was ist dir neben der Musik das Wichtigste in deinem Leben?
Kai:
Sicherlich die Familie und Gesundheit... Aber ich weiß nicht so recht, ich glaube ich bin irgendwie auf der Suche nach etwas (wie, wenn mir irgendetwas fehlen würde) Wenn ich es gefunden habe melde ich mich noch mal...
Otti:
Könnte es was sein was mit "Liebe" zu tun hat?
Kai:
Vielleicht...

Otti:
Mh... okay. Haken wir da nicht weiter nach. Dann überlasse ich es nun einfach dir, die letzten Worte für dieses Interview zu formulieren.
Kai:
Ich bedanke mich bei allen Wynardtage- / X-Cem-Hörern und wünsche Dir viel Erfolg in Deinem Schaffen.

Art des Interviews: Chat
28.04.2006 by Otti

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