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Bericht (Veranstaltungen)

Coppelius: Heavy-Wood der Superlative

Eines vorneweg. Es fällt mir sichtlich schwer die Extravaganz, welche die werten Herren Coppelii an den Tag legen, in ebenso extravagante wie wohlklingende Worte zu kleiden. Dennoch werde ich mein Glück versuchen.


Es begab sich am 26.01.2012, dass die Coppelianischen Herrschaften wieder einmal zum Tanze in die Moritzbastei luden. Ich gebe gern zu, dass dies die erste Okkasion für mich war, die Herren live und in Farbe zu erleben, folglich war ich äußerst gespannt, was mich wohl erwarten würde. Ich hatte im Vorfeld einige Erzählungen vernommen, von einem tanzenden Butler und Klarinettisten, welche mit dem Auditorium auf Tuchfühlung gehen. Tatsächlich sollte ich nicht enttäuscht werden, doch dazu an späterer Stelle mehr.

Die Vorführung begann Punkt 20 Uhr, Support für Coppelius war Pierre Bosolum, welcher mit Live Loop Maschine, Klavier, Gitarre und allerlei Selbstgebasteltem eine etwas andere Art von Musik darbot. Ich gebe zu, ich fand es teilweise ein wenig seltsam, was jedoch nicht bedeutet, dass es nicht gut war. Im Gegenteil, ich hatte Spaß daran dem Herrn Bosolum zuzuschauen respektive zuzuhören. Als sein Programm nach etwa 45 Minuten zu Ende ging, wurde er mit Applaus und Jubelrufen verabschiedet.

Gegen 21 Uhr begann schließlich die Aufführung der Herren Coppelii, eröffnet durch Diener Bastille, welcher zuerst auf der Bühne erschien, in völliger Dunkelheit und lediglich mit einer Laterne in der Hand, das Auditorium begutachtend. Jedoch blieb er nicht lange allein auf dem Podium, nur ein paar Sekunden später gesellten sich die noch fehlenden Coppelianischen Herrschaften zu ihm ins Rampenlicht, während der Diener selbst hinter dem Schlagzeug Platz nahm. Vertauschte Rollen, ein singender Butler, der Schlagzeug spielt und ein Drummer, der singt; nicht permanent jedoch, lediglich während der ersten Komposition.

Um nun zu bereits erwähnten Erzählungen zurückzukommen, fürwahr, sie gingen in Erfüllung. Bastille, bereits erwähnter Butler, teilte bei einer Komposition namens Gumbagubanga das Publikum, sprang mitten hinein in die wild tobende Menge und eröffnete einen Tanzkreis, an welchem auch ich mich beteiligte. Bei einem anderen Stück, 1916, stand Monsieur Caspar mit einer Kerze am Bühnenrand, offensichtlich auf ein Feuerzeug wartend. Üblicherweise, trotz des mittlerweile abgewöhnten Habitus zu rauchen, trug ich ein solches bei mir und reichte es dem ehrenwerten Herrn, welcher es mit Freuden annahm und, nachdem die Kerze nun entzündet war, an mich zurückgab. Besagtes Licht wurde nun von Mensch zu Mensch durch das Auditorium gereicht, während die restliche Beleuchtung beinahe komplett erloschen war. Ich empfand dies als sehr schön, in atmosphärischer Hinsicht, gleichwohl war es ziemlich verstörend, geht es doch in dem Stück um zwei Jugendliche, welche an der Kriegsfront ihr Leben lassen.

Nach geschätzten eineinhalb Stunden war die Vorstellung beendet, zumindest vorerst. Natürlich ließ das Publikum es sich nicht nehmen, lautstark „Da Capo!“ zu fordern. Die Coppelianischen Herrschaften erhörten das Flehen und gaben zu gern eine Zugabe, nach einer weiteren Stunde allerdings kündigte der Butler, welcher nur zweieinhalb Stunden zuvor noch lautstark um mehr Euphorie gebeten hatte, bereits das finale Stück an. 23.30 Uhr ging nun eines der schönsten, unterhaltsamsten Konzerte zu Ende, denen ich jemals das Vergnügen hatte beiwohnen zu dürfen.


Zurückschauend war ich ein wenig enttäuscht, dass ausgerechnet meine drei liebsten Titel nicht vorgetragen wurden, doch das tat dem Erlebnis keinen Abbruch. Herr Coppella, seines Zeichens Klarinettist der Gruppe, deklariert im Nachhinein übrigens, dass man wohl im offiziellen Forum hätte abstimmen können, welche Kompositionen man hätte hören wollen. Das war offenbar an mir vorbeigegangen, aber sei‘s drum.
Gerade die Tatsache, dass die werten Herren nach der Vorstellung noch für persönliche Gespräche bereit standen, empfand ich als äußerst befriedigend. So hatte ich unter anderem die Gelegenheit, mich mit beiden Klarinettisten, dem Cellisten, dem Kontrabassisten und dem Diener über Tonarten, Stimmlagen, Konzerte und vieles andere zu unterhalten. Ich muss sagen, die Kapelle besteht aus wirklich angenehmen Charakteren, sehr freundlich und zuvorkommend.


Letztendlich bleibt mir nur eines zu sagen. Coppelius sind, ob man sie nun kennt oder nicht, definitiv sehenswert, bieten sie doch eine der besten Vorführungen, die ich jemals miterleben dürfte. Obgleich nicht viel Zeit vergangen ist, wünsche ich mir bereits eine Zeitmaschine, um diese famose Veranstaltung noch einmal zu besuchen. Sollten die Herren Coppelius demnächst noch einmal in meiner Nähe musizieren, so werde ich gewiss den Weg dorthin finden.




Post Scriptum: COPPELIUS HILFT!

01.02.2012 by DrunkenGypsy

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